Seminardokumentation: Kennzahlenanalyse in Kreditportfolio-Steuerung nach neuen RTF-Ansätzen

Ableitung neuer Kennzahlen • Plan- und adverse Szenarien • Portfolio-Risiken zur Früherkennung von Konzentrationen • „gestresste“ Ergebnisse in RTF-Steuerung

Durch den neuen Risikotragfähigkeit (RTF)-Leitfaden und „Säule 1 Plus“-Ansatz rücken aufsichtliche Kapitalanforderungen als relevante Steuerungsgrößen der normativen Perspektive in den Aufsichtsfokus. Darüber hinaus spielen Plan- bzw. adverse Szenarien und Risiken aus wesentlichen Kreditportfolien zur Früherkennung von kapitalseitig bedeutsamen Risikokonzentrationen sowie die Überführung „gestresster“ Kreditportfolio-Ergebnisse in die RTF-Steuerung eine wichtige Rolle. Ein Bundesbank-Prüfer stellt aus dem neuen RTF-Leitfaden abgeleitete Vorgaben fürs Kreditportfolio und entsprechende Prüffelder dar. Danach setzt sich ein Risikocontroller kritisch mit Umsetzungsproblemen auseinander und gibt wertvolle Praxishinweise für die Ableitung wichtiger Kreditportfolio-Steuerungskennzahlen zur optimalen Verteilung der knappen Ressource Eigenkapital.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

Verfügbar ab Nettopreis
25.11.2020 150,00 €

Seminarthemen und Agenda

Überwachung verschärfter neuer Vorgaben an die Kreditportfolio-Steuerung im ICAAP

  • Überprüfung des Risikotragfähigkeit (RTF)-Prozesses (ICAAP) im Fokus des SREP – Konkretisierung der Anforderungen durch MaRisk-Novelle und RTF-Leitfaden
  • Fokussierung auf regulatorische Kennzahlen in der normativen RTF-Perspektive
  • Vorgaben zur Kapitalplanung: Erwartete Veränderungen im Planszenario unerwartete Entwicklungen bei GuV, Eigenmitteln und risikogewichteten Positionsbeträgen im adversen Szenario
  • Adressrisiken und Risikoquantifizierung in der normativen Perspektive: Quantifizierung risikogewichteter Positionsbeträge • Analyse der Auswirkungen des Migrationsrisikos auf künftige Belastung der GuV, Eigenmittel und Gesamtrisikobeträge • (in)direkte RWA-Auswirkungen
  • Ökonomische Perspektive: Erfassung (un)erwarteter Verluste • Risikohorizont • Abbildung von Wertschwankungen bei Beteiligungsrisiken • Credit Spread- und Migrationsrisiken im Kreditportfoliomodell
  • Informationsaustausch zwischen Perspektiven – Inwieweit sind Credit Spread-Risiken bei Positionen des Bankbuchs in adversen Szenarien zu beurteilen?
  • Prüfungsansätze/-felder, Feststellungen und Erwartungen der Aufsicht

Umfangreiche Herausforderungen für die Kreditportfolio-Steuerung laut RTF-Leitfaden

  • Ausrichtung der Banksteuerung an Kennzahlen: Vermeidung von Zielkonflikten und Fehlsteuerungsimpulsen • Transformation ökonomischer Risiken in RWA
  • Konkretisierung des Risikoappetits: Erarbeiten eines Geschäftsstrategie-konsistenten Risikoprofils in Form einer Verteilung/Auslastung des Limitsystems unter Beachtung der Ertragsziele und begrenzten Eigenmittel
  • Vorteilhaftigkeit von Investitionen im Einklang mit der RTF-Perspektive
  • Limitsystem auf Basis von gebundenen Eigenmitteln zur RWA-Steuerung
  • Berücksichtigung der RWA-Bindung bei der Konditionengestaltung
  • Ableitung von Portfoliosteuerung-Kennzahlen: Ausrollen der Parameter im Kapitalplanungshorizont • Probleme häufig standardisierter Kennziffern
  • Etablierung von Portfoliosteuerungskennzahlen – Vermeidung höherer SREP-Zuschläge bei Überschreitung gewisser Schwellenwerte („Klippeneffekte“)
  • Eigengeschäfte und weitere Adressrisiken bei Ausgestaltung der Portfoliosteuerung: Credit Spread-Risiken des Depot A im Going Concern-Ansatz mit bilanzorientierter Ableitung des Risikodeckungspotenzials
  • Beurteilung von Credit Spread-Risiken bei Bankbuch-Positionen in adversen SzenarienSimulation des Abschreibungsbedarfs wegen voraussichtlich dauerhafter, auf GuV durchschlagender Wertminderungen

Doku verfügbar ab:

25.11.2020

Ihre Dozenten

Dominik Leichinger
Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen 2
Deutsche Bundesbank


Prof. Dr. Dirk Heithecker
Fachbereich Quantitative Methoden und Corporate Finance
Hochschule Hannover


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