Seminardokumentation: Neuausrichtung Risikotragfähigkeit: Herausforderungen & Fallstricke

Ablösung bisheriger Going Concern-Ansätze durch neue normative und ökonomische Steuerungsperspektiven => Ausgestaltung der Kapitalplanung & adverser Szenarien

Mit dem aufsichtlichen RTF-Leitfaden wird die Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit (RTF) in Form eines Fortführungs- oder Liquidationsansatzes perspektivisch aufgegeben und durch parallel zu erfüllende, neue Steuerungsperspektiven abgelöst. Dabei stellt der Übergang der etablierten Going Concern-Ansätze auf die neue normative Perspektive die Institute vor große Herausforderungen. Neben dem Zusammenspiel zwischen MaRisk-Stresstests und adversen Szenarien der Kapitalplanung gewinnt der Umgang mit Planabweichungen aus Soll-Ist-Vergleich unter Berücksichtigung des institutsbezogenen SREP-Kapitalzuschlags an Bedeutung. Laut BaFin ist „bis auf weiteres“ die Nutzung der bisherigen Going-Concern-Ansätze gestattet, allerdings hat die Aufsicht deutlich an die Institute appelliert, sich frühzeitig mit den neuen RTF-Ansätzen auseinanderzusetzen.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

Verfügbar ab Nettopreis
03.11.2020 150,00 €

Seminarthemen und Agenda

Neue RTF-Perspektiven unter Beachtung des RTF-, ICAAP-Leitfadens und der MaRisk

  • Kumulative Erfüllung der normativen und ökonomischen RTF-Perspektive
  • Aufwertung der Kapitalplanung: Anerkennung regulatorischer Eigenmittel-Bestandteile als Risikodeckungspotenzial (RDP) zur Abdeckung der Kapitalpuffer • Einordnung von Planergebnissen künftiger Perioden
  • Konsistenz zwischen adversem Szenario aus Kapitalplanung und Stresstests
  • RDP-Vorgaben in Abhängigkeit der RTF-Perspektive – Orientierung an Säule 1?
  • Erwartung an interne Risikoinventur und Risikoquantifizierung (Datenqualität)
  • Folgen für Annex-Institute – Schlechtere SREP-Bewertung und Kapitalzuschläge?

Übergang bisheriger Going Concern-Ansätze auf die neue normative RTF-Perspektive

  • Festlegen von Planungsannahmen – Durchspielen erwarteter Veränderungen der Geschäftstätigkeit, strategischen Ziele und des wirtschaftlichen Umfelds
  • Entwicklung eines Planszenarios auf Basis der erwarteten Geschäftsentwicklung und adverser Szenarien
  • Einschätzung des SREP-Zuschlags unter Beachtung der Geschäftsplanung und regulatorischer Neuerungen
  • Ableitung sinnvoller Managementpuffer als neuer Ausdruck des Risikoappetits
  • Inwieweit kann man "Säule 2"-Risiken in adversen Szenarien  berücksichtigen?
  • RTF-Stresstests gegenüber adversen SzenarienZielsetzung und Ausgestaltung

Abbildung der Deckungsmasse, Risiken, Risikoermittlung in ökonomischer Perspektive

  • Ableitung Risikodeckungspotenzial (RDP): verfügbare Positionen zum Verlustausgleich • Bereinigung des Eigenkapitals um stille Reserven • Vernachlässigung der Erträge aus Neugeschäft
  • Wann sollte die Bank zur Annäherung an die ökonomische Perspektive den Säule 1 Plus-Ansatz wählen?
  • Ableitung einer Wesentlichkeitsgrenze in der Risikoinventur – Besondere Aspekte wesentlicher Risiken
  • Vom Gesamtbank- zum Strukturlimit: Ganzheitliches Limitsystem zur Vermeidung von Konzentrationen
  • Risikomessverfahren: 99,9% Konfidenzniveau?Durchschau auf wesentliche Risikopositionen in Fonds
  • Stresstests zur Analyse nicht hinreichend abgebildeter Ereignisse in der Risikomessung (Modellschwächen!)

Doku verfügbar ab:

03.11.2020

Ihre Dozenten

Jan Bangert
Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen 3
Deutsche Bundesbank


Dr. Daniel Baumgarten
Teamleiter Risikotragfähigkeit und Kapitalplanung
Sparkasse KölnBonn


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