Seminardokumentation: Wirksame RWA-Einsparungen in Zeiten von knapper werdendem Eigenkapital

Notwendige Stärkung des Eigenkapitals aufgrund neuer regulatorischer Anforderungen • Auswahl geeigneter RWA-Optimierungshebel unter Beachtung von Kosten-Nutzen-Aspekten

<p>In Zeiten knapp werdender Eigenkapital (EK)-Ressourcen spielen <strong>r</strong><strong>isikogewichtete Aktiva</strong> (<strong>RWA</strong>) in der Kreditportfolio-Steuerung eine wichtige Rolle. Ein <strong>Bundesbank-Pr&uuml;fer</strong> gibt wertvolle Hinweise zur aufsichtlichen Bewertung der Angemessenheit der <strong>RWA-Optimierung</strong>. Dabei verweist er auf die RWA-Landkarte zur Ermittlung einer optimalen RWA-Struktur und setzt sich kritisch mit der Qualit&auml;t von Meldewesen-Daten auseinander. Er zeigt auf, inwieweit Einsparungen bei Mindest-EK-Vorgaben in S&auml;ule 1 als zus&auml;tzliche Risikodeckungsmasse im ICAAP einsetzbar sind und welche Anforderungen an die Ableitung von RWA-Prognosen in adversen Szenarien bestehen. Danach vergleicht ein <strong>Bankpraktiker</strong> etwaige <strong>Bereitstellungskosten</strong> f&uuml;r zus&auml;tzliche Eigenmittel <strong>gegen&uuml;ber&nbsp;</strong>m&ouml;glichen Kosten f&uuml;r<strong>&nbsp;RWA-Ma&szlig;nahmen</strong> und gibt Praxishinweise insbes. f&uuml;r Banken mit knappen EK-Quoten.</p>

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

Verfügbar ab Nettopreis
04.05.2020 150,00 €

Seminarthemen und Agenda

Aufsichtliche Bewertung einer angemessenen RWA-Optimierung zur Einsparung von Eigenkapital

  • Erschwerte Verbesserung der Eigenkapital (EK)-Ausstattung durch das Niedrig-/Null-/Negativzinsumfeld – Aufschlussreiche Erkenntnisse aus dem LSI Stresstest 2019 (vormals Niedrigzinsumfrage der Bundesbank)
  • Anpassung der Methoden zur Ermittlung der mit Eigenkapital (EK) zu unterlegenden Risiken in Basel IV –höhere EK-Unterlegung durch erweiterte Anforderungen an die RWA-Ermittlung im Kreditrisiko- (KSA) und im OpRisk-Standardansatz (ab 2022)
  • Ableitung einer RWA-Landkarte zur Analyse der RWA-Struktur: Gegenüberstellung der Risikogewichte verschiedener Risikopositionen im Kreditportfolio • inwiefern sind die Geschäfte mit hohen RWA konsistent zum Geschäftsmodell? • Analyse des Ausnutzungsgrades regulatorisch zulässiger Kapitaleinsparpotenziale
  • Inwiefern existieren Portfolio-Betrachtungen zu RWA-Auswirkungen aus EBA-Vorgaben bzgl. Positionen mit besonderen Risiken?
  • Inwieweit wurden Frühwarnsystem und Kreditprozess infolge der neuen Ausfalldefinition nachgeschärft?
  • Sicherstellung der RWA-Datenqualität/-vollständigkeit/-konsistenz: erhöhte RWA-Kalkulation bei Fehlverschlüsselung • RWA-Folgen bei Portfoliostruktur-Verschiebung • Soll/Ist-Vergleich des RWA-Rechenkerns
  • Bewertung der Kosten-Nutzen-Analyse: Inwiefern sind regulatorische Kapitalkosten im Pricing enthalten? • Inwieweit kompensiert der RWA-Kostenreduzierungseffekt den Kostenanstieg aus Prozessumstellungen?
  • Zur Einhaltung der Mindestkapitalquoten durch vorausschauende Kapitalplanung: Handlungsalternativen? • Inwiefern erfolgt Planung der Wiedereinhaltung ggf. nicht mehr erfüllter, kombinierter Pufferanforderungen bzw. der Eigenmittelzielkennziffer im adversen Szenario vor dem Hintergrund des neuen RTF-Leitfadens?

(dazw. 15 min. Kaffeepause, 13:00-14:00 Uhr gemeinsames Mittagessen)

Effektive Methoden für RWA-Einsparungen unter Kosten-Nutzen-Aspekten

  • Systematische Analyse der RWA-Nutzer und Ergebnisbeiträge: Abbau von Kundenbeziehungen mit hohem RWA-Verbrauch und geringer Profitabilität • Substitution eigenkapitalintensiver Produkte durch gleichwertige ähnliche Produkte • Strategien zur RWA-Reduzierung
  • Kosten-Nutzen-Analyse zur Bewertung der Vorteilhaftigkeit fortgeschrittener Risikomessverfahren bei der RWA-Kalkulation • Reduzierung der EK-Belastung in Säule 1 bei Umstieg auf IRBA
  • Ausnutzung der Realkreditprivilegierung sowie erweiterte Anrechung von Sicherheiten • Identifizierung fehlerhafter Zuordnungen zu Risikopositionsklassen • Vorteile der KMU-Privilegierung • Nutzung zusätzlicher Besicherungsmöglichkeiten
  • Bereitstellungskosten zusätzlicher Eigenmittel vs. Kosten für RWA-Optimierungsmaßnahmen
  • Wann trägt sich der Eigenmittelbedarf für geplantes RWA-Wachstum über ausreichende Ergebnissteigerung zur Innenfinanzierung selbst? – Durchspielen verschiedener Szenarien
  • Geschäftsstrategie & RWA-Planung: Verstärktes Eingehen von Forderungen mit geringeren Risikogewichten • Reduzierung der Volumenschwellen durch Hereinnahme anrechnungsfähiger Sicherheiten • Inwieweit passen Plan-RWAs zur Eckwertplanung? • Verbindungen zur Liquiditätsplanung
  • Einbeziehung der sich aus Anrechnung der Kredite und Depot A-Anlagen ergebenden, veränderten Eigenkapital (EK)-Kosten in die Produktkalkulation
  • Verringerung der Anrechnungspositionen im Depot A: Verkauf von Positionen oder Auslaufen von Wertpapieren? • Controlling-seitiger Kauf von Wertpapieren mit niedrigem Risikogewicht zur EK-Schonung? (Spezial-)Fondsanlagen vor Hintergrund der RWA-Kalkulation
  • RWA-Reporting im Spannungsfeld interner Steuerung und Offenlegung: Strukturierung nach Steuerungsportfolien oder Trennung nach Forderungsklassen und regulatorischen Ansätzen der RWA-Ermittlung?
  • Praxistipps für Institute mit knappen EK-Quoten: Durchführung einer EK-Allokation • Identifizierung von Belastungstreibern und Gewinnbringern • Inwieweit kann der Abbau von Aktiva eine Alternative sein?
  • Aktuelle Erfahrungen und aufschlussreiche Erkenntnisse des bankinternen Projekts RWA-Optimierung

(dazw. 15 min. Kaffeepause, ca. 17:00 Uhr Ende des Fachseminars)

Doku verfügbar ab:

04.05.2020

Ihre Dozenten

Robert Wanke
Referent Grundsatzthemen
Sparkasse KölnBonn


Dominik Leichinger
Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen 2
Deutsche Bundesbank


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