Feststellungen der Aufsicht in Prozessen: Richtige Abbildung im OpRisk

Gefährdung der ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation (§ 25a KWG) durch wiederholte Schwachstellen bei Steuerung und Überwachung operationeller Risiken im Risikomanagement

Die Steuerung und Überwachung von operationellen Risiken stellt einen maßgeblichen Prüfungsschwerpunkt der Bankenaufsicht dar. Aktuelle Prüfungserfahrungen der Aufsicht offenbaren, dass sich Schwächen in der Aufbau- und Ablauforganisation der Geschäftsprozesse sowie beim Einsatz von Informationstechnologie gravierend auf die Beurteilung der ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation auswirken und Nachteile für die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells besitzen. Ein Bundesbank-Prüfer gibt einen Überblick über wiederholt auftretende Schwachpunkte und kritische Fallkonstellationen. Daneben gibt ein Risikomanager Praxistipps für eine erfolgreiche – angemessene und betriebswirtschaftlich sinnvolle – Umsetzung aus Sicht der Gesamtbanksteuerung. Erkennen Sie, wo Ihr Kreditinstitut derzeit steht und leiten Sie ggf. einen notwendigen Handlungsbedarf ab!

Inhaltsverzeichnis:

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28.10.2020 Zoom 299,00 €
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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 17:00 Uhr

Umgang mit operationellen Risiken in Geschäftsprozessen: Prüfungserfahrungen und Praxislösungen

  • Regulatorische und betriebswirtschaftliche Anforderungen an das Management operationeller Risiken – Von der Strategie bis zum Tagesgeschäft
  • Ganzheitlicher Ansatz im Umgang mit OpRisk: Prinzip der Proportionalität, Materialität, (Fehler-) Prävention sowie der Vorsicht in Prozessen, der IT und dem Personal
  • Auffälligkeiten im Risikoinventur-Prozess: Überleitung von der Brutto- zur Nettosicht • Risikoinventur der Prozesse im eigenen Institut • Definition des Begriffs Risiko im engeren Sinne und im weiteren Sinne sowie Bezug zur Risikotragfähigkeit • Bestimmung der Wesentlichkeit je Risikoart • Bewertung des Gesamtrisikoprofils
  • Bedeutung von Risikoanalysen im Risikomanagement-Prozess – Anwendung anhand von Praxisbeispielen (u. a. zu Auslagerungen, Projekten, NPP)
  • Portfolio- vs. Einzelfallsteuerung von Prozessen, Personal und IT-Anwendungen im OpRisk-Management
  • Konsistente Durchführung von Self-Assessments als Basis für erfolgreiches OpRisk-Management – Einsatz sog. Schlüsselkennzahlen (KPI) zur Steuerung und Überwachung
  • Implementierung einer Aufbauorganisation im OpRisk-Bereich als Erfolgsfaktor für ordnungsgemäße Organisation im OpRisk-Management: Sicherstellung der Funktionstrennung, Rollen und Verantwortlichkeiten zwischen Gesamtbanksteuerung und Fachbereichen • (de)zentrale Prozess- und Risikoeigentümer • 3 oder gar 4 Verteidigungslinien?
  • Ableitung notwendiger Sensibilität für Art, Umfang und Turnus der implementierten Kontrollen mit OpRisk-Bezug: (Früh-)Erkennung von Defiziten bei Vollständigkeit und Wirksamkeit von IKS-Kontrollen • Kontrollen vs. Steuerung • Kontrollziele und -arten • Sinn und Unsinn sog. Schlüsselkontrollen
  • Abstimmung des Zusammenspiels zwischen Schadensfalldatenbank und Risikolandkarte – Erstellung und Bewertung möglicher Szenarioanalysen
  • Ganzheitliche OpRisk-Betrachtung: Sicherstellen der Einbeziehung von internen Restrisiken und aus Auslagerungen • Verbesserung des Zusammenspiels zwischen IT-Prozessen und Risikocontrolling-Funktionen • Stärkung der gegenseitigen OpRisk-Sensibilität im Steuerungs- und Überwachungsbereich • IT-Strategien mit Bezug zu wesentlichen Geschäftsaktivitäten und risikopolitischen Zielen • beispielhafte Risikoanalysen zur Auslagerung
  • Bewertung des Status Quo von eingesetzten Risikomessverfahren und Entwicklungspotenziale erkennen – Aufzeigen wiederholter Schwächen bei der Konsistenz und Vollständigkeit von Messmethoden
  • Vorgehen bei Expertenschätzungen: Erfüllen von Transparenzanforderungen zur Sicherstellung der Nachvollziehbarkeit und Plausibilität • enger Bezug zu Art, Umfang und Komplexität in jeweiligen Risikoarten
  • Angemessene Ausgestaltung des (Risiko-)Berichtswesens zu operationellen Risiken nach Art, Umfang und Turnus • adressatengerechte Aufbereitung • Sicherstellung der Berichtswege bis zum Aufsichtsorgan • Bezug zu Strategie- und Planungsprozess, zentralem Strategie-Reporting, Risikobericht und ggf. dezentralen Berichten der Fachbereiche (u. a. Personal, Prozess-IT-Organisation, Multiprojekt-Management)
  • Wertvolle Praxishinweise für die Interne Revision bei Prüfung des OpRisk-Managements auf wiederholt auftretende Schwachstellen – Fokus auf ganzheitliche Leitungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse

Konditionen und Organisatorisches

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Den Zugangslink nebst Code erhalten Sie am Vortag des Seminars. Dieser ermöglicht Ihnen die Teilnahme am Seminar. Ihre Teilnahmebestätigung finden Sie unter MeinFCH. Dort finden Sie eine Woche nach dem Termin auch den Filmmitschnitt des Seminars für die Dauer von 3 Monaten. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung.

Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass eine „Teilnahme“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern ansonsten nicht gestattet ist und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen.

Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

Video-Konferenz-System
Online-Zugang erhalten Sie per Mail in Nutzung über Plattform Zoom
Telefon: +49 6221-998980
Fax: +49 6221-9989899

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Ihre Dozenten

Henning Riediger
Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen
Deutsche Bundesbank


Christian Schnabel
Vorstandsvertreter, Bereichsdirektor Unternehmensentwicklung
Sparkasse Hildesheim Goslar Peine


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