Gesamtbanksteuerung: Neue Anforderungen, Prüffelder & Feststellungen

Geschäftsmodellprüfungen • Beurteilung der Auslagerungs- & IT-Prozesse • Nachhaltigkeit im Risikomanagement-Prozess • Bewertung der neuen Risikotragfähigkeit-Perspektiven

Häufige MaRisk-Novellen und ergänzende Veröffentlichungen der Aufsicht (u.a. Wegfall der Annex-Regelung im Risikotragfähigkeit-Leitfaden, Erhöhung/Neueinführung eines Kapitalpuffers) sowie aktuelle EBA-Leitlinien (z.B. zur Kreditvergabe/-überwachung und Sustainable Finance) erhöhen die Anforderungen an Risikomanagement und Gesamtbanksteuerung. Die Neuerungen und Anpassungen erfordern einen hohen Umsetzungsaufwand, da daraus resultierende Feststellungen mit Blick auf einzuhaltende Organisations- und Steuerungspflichten direkt den Geschäftsleiter, Risikocontroller und internen Revisor betreffen. Ein Bundesbank-Prüfer berichtet über neue Anforderungen, Prüffelder und Erwartungen im Rahmen des SREP. Danach setzen sich zwei Revisoren kritisch mit neuen Prüfungsansätzen, häufigen Mängeln und deren Auswirkung auf die Prüfungsplanung auseinander.

Inhaltsverzeichnis:

Nächster Termin

06.07.2022 790,00 €
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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 12:00 Uhr

Prüfung der (neuen) Anforderungen an Risikomanagement und Banksteuerung im SREP

  • Prüfung der (Risiko-)Tragfähigkeit des Geschäftsmodells als wesentlicher Bestandteil des SREP: strategische Ausrichtung als Ansatzpunkt zur Risikobeurteilung • Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung
  • MaRisk 7.0 – Überprüfung der Einhaltung von Neuerungen/Anpassungen im Risikomanagement-Prozess: Beurteilung von Auslagerungs- und IT-Prozessen • Bewertung des Managements notleidender/gestundeter Risikopositionen (NPL) • Prüfung der Einhaltung erweiterte Anforderungen an Risikocontrolling-Funktion
  • Wegfall der Annex-Regelung im Risikotragfähigkeit (RTF)-Leitfaden bis Ende 2022 – Überprüfung neuer Vorgaben zur normativen (Kapitalplanung!) und ökonomischen (Barwert/-nahen!) Steuerungsperspektive
  • Eckpunkte der MaRisk 8.0: Umsetzung der EBA-Leitlinien zur Kreditvergabe/ -überwachung • Einhaltung neuer Anforderungen an Prozesse im Immobiliengeschäften • Überführung der BaFin-Merkblatt-Vorgaben zum Management von Nachhaltigkeits-/ESG-Risiken (Sustainable Finance) in MaRisk
  • Prüfung dokumentierter wesentlicher Handlungen als Voraussetzung für Nutzung von Öffnungsklauseln

(dazwischen 15 min. Pause)

12:00 - 14:45 Uhr

Prüfung der internen Prozesse zur Beurteilung des Geschäftsmodells und der Risk Governance

  • Würdigung des Strategie-, Budget- und Planungsprozesses in Bezug auf die Banksteuerung: u.a. realistische Zielvorgaben? • Belastbarkeit von (zu positiven) Wachstumsannahmen zur Geschäfts- und Ertragsplanung
  • Prüfung sog. ESG-Faktoren im Kontext aufsichtlicher Neuregelungen zur Beurteilung von Nachhaltigkeitsrisiken: Wie zeichnen sich nachhaltig erfolgreiche Institute aus? • Welche strategischen Risiken treten auf?
  • Bewertung der Folgen von Geschäftsentscheidungen auf ausgewählte Melde-Kennzahlen (z.B. RWA, LCR)
  • Beurteilung der Risk Governance: u.a. Überprüfung des NPP • Prüfung der Auslagerungs- (funktionsfähige Dienstleister-Steuerung?) und IT-Prozesse (Sicherstellung solider Datenqualität/-konsistenz/-verfügbarkeit)
  • Prüfungsansätze zur angemessenen Abbildung von Immobilienrisiken: Immobilienrisiko als eigenständige Risikoart? • Stresstests und ggf. Praktiker-/Expertenschätzungen wegen fehlender historischer Zeitreihen
  • Prüfung der Einhaltung der neuen MaRisk-Vorgaben für Kreditvergabe und -überwachung unter Beachtung möglicher Öffnungsklauseln
  • Depot A-bezogene Erweiterung der risikoorientierten Prüfungsplanung – Spezialfonds & nachhaltige Assets

(dazw. 60 min. Mittagspause; danach 15 min. Pause)

15:00 - 17:00 Uhr

Bewertung der neuen normativen und ökonomischen Risikotragfähigkeit-Perspektiven

  • Erweiterung der Prüfungslandkarte durch Wegfall der Annex-Regelung im Risikotragfähigkeit-Leitfaden
  • Ansätze zur Überprüfung der Kapitalplanung: Planszenario auf Basis der erwarteten Geschäftsentwicklung und adverser Szenarien? • Welche Eigenmittel kann man als Risikodeckungspotenzial (RDP) heranziehen? Auswirkungen des Wegfalls von Ergänzungskapitalbestandteilen als RDP (u.a.Nachrangkapital)
  • Eigenkapital-Einsparungen im Kontext höherer und neuer Kapitalpuffer/-quoten als (neues) Prüfungsfeld?
  • Überprüfung der Wirksamkeit abgeleiteter Managementpuffer als zusätzlicher Ausdruck des Risikoappetits
  • Sicherstellung der Konsistenz zwischen adversem Szenario aus der Kapitalplanung und MaRisk-Stresstests
  • Besonderheiten bei Ableitung eines barwertigen/-nahen RDP – Erfordernis einer Zeitraumbetrachtung bei Beachtung ökonomischer Risiken in normativer Perspektive wegen fehlender Erfassung von Neugeschäften
  • Beurteilung der (barwertigen/-nahen) Risikoinventur unter Beachtung bislang vernachlässigter Risikoarten
  • Beurteilung der aus der RTF-Umstellung anlassbezogenen Aktualisierung der Risikoinventur, Risikostrategie und schriftlich fixierten Ordnung
  • Prüfung des Risikomessverfahrens: Höhe des KonfidenzniveausFondsdurchschau auf Risikopositionen? • Prüfungsansätze zur Bewertung der internen Validierungsprozesse
  • Welche Perspektive ist der Engpassfaktor im Rahmen der RTF-Analyse aus bisherigen Praxiserfahrungen?
  • Prüfung der Implementierung geeigneter Steuerungs- und Eskalationsverfahren im Rahmen der normativen Perspektive und Verzahnung mit der ökonomischen Perspektive (Limitierung)
  • Prüfung der Umsetzung in der Risikoberichterstattung

Konditionen und Organisatorisches

Der Zugang zum Seminar erfolgt über Ihren persönlichen Nutzerbereich in meinFCH. Informationen zum Zugang und eine Anleitung erhalten Sie spätestens eine Woche vor dem Seminar. Ihre Teilnahmebestätigung und die Seminardokumentation als PDF finden Sie ebenfalls unter meinFCH.

Bei der Anmeldung gewähren wir ab dem zweiten Teilnehmer aus dem demselben Haus bei zeitgleicher Anmeldung einen Rabatt von 20%.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung.

Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass „Teilnahmen“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern nicht gestattet sind und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen.

Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

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Ihre Dozenten

Tom John Geie
Fachprüfer Referat Bankgeschäftliche Prüfungen
Deutsche Bundesbank


Simon Hirzel
Leiter Interne Revision
Volksbank Breisgau Nord eG


Falk Beyer
Prüfungsleiter Revision Banksteuerung
Sparkasse KölnBonn


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