Neue EBA-Kredit-Guideline: Kapitaldienstfähigkeit im Fokus

Hohe und prozesstechnisch heikle Anforderungen an die Ermittlung der Kapitaldienstfähigkeit • Sensitivitäts-/Negativ-Szenarioanalysen • Laufende Überwachung

Im Prozess der Kreditanalyse nimmt die Beurteilung der Kapitaldienstfähigkeit (KDF) bei der Kreditvergabe/-überwachung von Firmenkunden eine herausragende Bedeutung ein. Dies zeigt sich auch in der neuen „EBA-Kreditleitlinie“ (EBA/GL/2020/06), in der die Anforderungen an die Kreditwürdigkeitsprüfung und damit zwingend verbunden die Ermittlung der KDF im besonderen Fokus der Leitlinie stehen. So werden u. a. neue Vorgaben an Sensitivitäts-/Negativ- und Szenarioanalysen gestellt. Ein Vertreter der Bankenaufsicht gibt zunächst einen Überblick über die neuen EBA-Vorgaben und im Anschluss daran verdeutlicht ein sehr erfahrener Analyseexperte, wie unter Berücksichtigung dieser ein strukturiertes Vorgehen zur Ermittlung einer „verlässlichen“ KDF in der Kreditpraxis/-prüfung aussehen sollte und welche Problembereiche hierbei zu beachten sind.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

06.12.2021 150,00 €
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Seminarthemen und Agenda

14:00 - 17:00 Uhr

EBA/GL/2020/06: Neue aufsichtsrechtliche Vorgaben zur Sicherstellung einer hohen Kreditqualität 

  • Marktüberblick sowie nationale und europäische Aufsichtsperspektiven zum Thema Kreditvergabestandards
  • Zielsetzung und Hintergründe der neuen „EBA-Guideline für Kreditvergabe-/überwachung“ (Draft Guidelines on loan origination and monitoring) - hoher Detailierungsgrad der neuen Kredit-Leitlinie
  • Umfang und Anwendung: Adressatenkreis, Zeitpunkt der Anwendung (Übergangsfristen), geregelte Inhalte, Ausnahmen, Proportionalitätsprinzip 
  • Kreditvergabeverfahren und Kreditwürdigkeitsprüfung: u. a. erweiterte Anforderungen an die Informations- und Datenerhebung von Kreditnehmern, Gleichstellung bei der Kreditwürdigkeitsprüfung von Allgemein-Verbraucherdarlehen und Immobiliar-Verbraucherdarlehen – laufende Überwachung der Kapitaldienstfähigkeit
  • Unterteilung der Geschäftskunden in Mikro- und kleine Unternehmen, sowie mittlere und große Unternehmen
  • Verschärfte Anforderungen zur Auskunftstiefe und Qualität der Kreditnehmerdaten über den gesamten Kreditlebenszyklus – laufende Überwachung

 Beurteilung der zukunftsgerichteten Kapitaldienstfähigkeit: Ermittlungsmethoden 

  • Zentral: zukunftsgerichtete Kapitaldienstfähigkeit – hohe und prozesstechnisch heikle Anforderungen an Sensitivitäts-/Negativ-Szenarioanalysen: u.a.
    - Einbezug von Sicherheitenwerte in Abhängigkeit der Cashflow Situation des Kreditnehmers
     - Einbezug von Marktereignissen und kreditbezogenen Ereignissen
  • Praktische Hinweise für ein strukturiertes und praxisgerechtes Vorgehen
  • Institutseinheitliches Berechnungsschema: Einfluss von Geschäftsmodell und Risikokultur des jeweiligen Instituts
  • Tipps für eine Quick-Check-Analyse der (nachhaltigen) Kapitaldienstgrenze und Bestimmung der Kapitaldienstauslastung 

Prognostizierbarkeit der zukünftigen Cashflows – Konsequenzen für die Analyse 

  • Analyse des Free Cashflows für den Schuldendienst der betrachteten Kreditfazilität
  • Ermittlung des Cashflows nach direkter und indirekter Methode – Analyseansätze/Aussagekraft der verschiedenen Cashflow-Größen
  • Grundstruktur von Cashflow-Statements – Abgrenzung zur Kapitalflussrechnung
  • Cashflow-Projektionen und deren Einflussgrößen: u. a. Annahmen/Prognosen (Daten, zeitlicher Ablauf), Einfluss der Branche/Markt, Produktzyklusphase · Verschuldungsfähigkeit, Schuldendienstdeckungsgrad (DSCR) als zentrale Größen · Ableitung unterschiedlicher Szenarien (z. B. Stress-Szenarien mit Umsatzrückgang bzw. Kostensteigerungen) – Hinweise für adverse Szenarien
  • Kapitalflussrechnung als wichtiger Ankerpunkt der Kreditanalyse – Analyse von Planzahlen, Validierung, Szenarioanalysen
  • Analyse von unterjährigen Liquiditätsplänen – Plausibilitätsprüfungen · Ableitung Frühwarnindikatoren aus Liquiditäts-/Cashflow-Entwicklung

 Die Teilnehmer haben die Möglichkeit online mit dem Referenten und den anderen Teilnehmern einen verbandsübergreifenden Erfahrungsaustausch vorzunehmen.

Konditionen und Organisatorisches

Im Teilnahmeentgelt ist die Seminardokumentation als PDF enthalten. Bei der Anmeldung gewähren wir ab dem zweiten Teilnehmer aus demselben Haus bei zeitgleicher Anmeldung einen Preisnachlass von 20%.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Der Zugang für das Online-Seminar erfolgt über "meinFCH", Sie erhalten rechtzeitig vor dem Seminar eine E-Mail. Ihre Teilnahmebestätigung finden Sie unter MeinFCH. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung. Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass eine „Teilnahme“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern ansonsten nicht gestattet ist und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen. Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

ONLINE-Veranstaltung mit ZOOM
die Zugangsdaten erhalten Sie per E-Mail in Nutzung über Plattform Zoom
Telefon: +49 6221-998980
Fax: +49 6221-9989899

Ihre Dozenten

Mag. Roland Salomon
BA CPM CRM Horizontale Bankaufsichtsangelegenheiten, Horizontal Banking Supervision
Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA)/Austrian Financial Market Authority (FMA)


Christoph Hoeren
Senior Risk Manager Risk - KAa
DEG Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH


Ihr Ansprechpartner

Jürgen Blatz
Tel: +49 6221 9989 8 – 0
E-Mail: info@FCH-Gruppe.de

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