Sanierungsplanung in Banken: Anforderungen & aufsichtliche Überprüfung

Erwartungshaltung der Bankenaufsicht an Umfang und Qualität der Inhalte im Sanierungsplan • Verknüpfung des Sanierungsplans mit den internen Prozessen und Schnittstellen

Mit Inkrafttreten des BaSAG sind die Institute verpflichtet, Sanierungspläne zu erstellen. Basierend auf dem in der BRRD, dem BaSAG und der Bankensanierungsplanverordnung (BaSaPV) konkretisierten Proportionalitätsprinzip können kleinere Banken (LSI) unter vereinfachten Vorgaben einen Sanierungsplan erstellen. Dabei sollte der Plan eine strategische Analyse, angemessene Sanierungs-Governance, institutsbezogene Sanierungsindikatoren und Handlungsoptionen beinhalten. Häufig bereitet die exakte Abbildung der Zusammenhänge zwischen Sanierungsindikatoren, Handlungsoptionen und deren Wirkungsweise Probleme. Durch Verknüpfung der Sanierungsplanung mit internen Prozessen/Schnittstellen wird der Plan zum festen Bestandteil der Banksteuerung. Aufschlussreich ist auch die Erwartungshaltung der Aufsicht an die Qualität der zu dokumentierenden Inhalte.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

30.11.2021 150,00 €
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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 11:15 Uhr

Aufsichtliche Aufforderungen an die Erstellung eines Sanierungsplans für LSI-Institute

  • Ausgewählte rechtliche Anforderungen an die Sanierungsplanung in Banken – BRRD, BaSAG & BaSaPV
  • Vereinfachte Anforderungen an die Aufbereitung eines Sanierungsplans für LSI-Institute: individueller Plan oder standardisiertes Webformular? • Zulässigkeit von Verbandsmustern?
  • Vereinfachungen bei Zusammenspiel der Kernelemente des Sanierungsplans in Abhängigkeit des Instituts („Proportionalitätsprinzip“)
  • Festlegung von Sanierungsindikatoren laut EBA-Mindestliste (Kapital, Liquidität, Rentabilität und Qualität der Vermögenswerte als Pflichtkategorien)… künftig auch für LSI-Institute?
  • Ansätze zur Überprüfung des Sanierungsplans: Wirksamkeit der Sanierungsindikatoren? • Welche Schwellenwerte werden zur Krisenfrüherkennung kalibriert? • regulatorische Mindestquote bei Bemessung des Sanierungsschwellenwerts – Synergieeffekte zum Meldewesen
  • Umgang mit Mängeln im Sanierungsplan: Aufsichtsmaßnahmen in Abhängigkeit der Schwere der Unzulänglichkeiten und Auswirkung auf Geschäftstätigkeit des Instituts

(danach 15 min. Pause)

11:30 - 13:00 Uhr

Herausforderungen bei der Aufbereitung von Informationen für einen einzureichenden Sanierungsplan

  • Vorbereitung auf die strategische Analyse: u.a. Überblick über Geschäftsmodell/-aktivitäten (wesentliche Risiken aus Risikoinventur; Märkte, Kunden, Produktstrukturen sowie Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells) • Identifizierung von Verflechtungen
  • Erforderliche Anpassung der Sanierungs-Governance: Festlegung der Zuständigkeiten (u.a. für Sanierungsplankoordination und Indikator-Verantwortlichkeit) • Übersicht über Prozesse und Überwachungskennzahlen
  • Wesentliche Anforderungen an die Auswahl und Kalibrierung institutsspezifischer Sanierungsindikatoren: abzudeckende Kategorien • Festlegen angemessener Schwellenwerte zur Einleitung von Handlungsoptionen
  • Auswahl geeigneter Handlungsoptionen (Sanierungsmaßnahmen) und einer entsprechenden Auswirkungs- bzw. Umsetzungsanalyse
  • Häufige Praxisprobleme bei Abbildung existierender Zusammenhänge zwischen Sanierungsindikatoren, Handlungsoptionen (Sanierungsmaßnahmen) und deren Wirkungsweise
  • Ansatzpunkte zur Aufbereitung der Inhalte des Sanierungsplans (auf Tabellenbasis)
  • Sanierungsplan als fester Bestandteil der Banksteuerung – Verknüpfung mit internen Prozessen und Schnittstellen (u.a. ICAAP, ILAAP, Reporting, Meldewesen)

Konditionen und Organisatorisches

Im Teilnahmeentgelt ist die Seminardokumentation als PDF enthalten. Bei der Anmeldung gewähren wir ab dem zweiten Teilnehmer aus demselben Haus bei zeitgleicher Anmeldung einen Preisnachlass von 20%.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Der Zugang für das Online-Seminar erfolgt über "meinFCH", Sie erhalten rechtzeitig vor dem Seminar eine E-Mail. Ihre Teilnahmebestätigung finden Sie unter MeinFCH. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung. Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass eine „Teilnahme“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern ansonsten nicht gestattet ist und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen. Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

ONLINE-Veranstaltung mit ZOOM
die Zugangsdaten erhalten Sie per E-Mail in Nutzung über Plattform Zoom
Telefon: +49 6221-998980
Fax: +49 6221-9989899

Ihre Dozenten

Mag. Gerald Habliczek
Senior Spezialist für Sanierungsplanung Aufsicht über sonstige Groß- und Regionalbanken
Austrian Financial Market Authority (FMA)


Mag. Stefan Millinger
Bereichsleitung Risikomanagement
Bankhaus Carl Spängler & Co. Aktiengesellschaft


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