10. Kölner Risikomanagement-Tagung 2020

MaRisk-Novelle • Geschäftsmodell-Analyse im Fokus der Corona-Krise • Ansätze zur Eigenkapital-Einsparung • Knackpunkte der neuen normativen & ökonomischen RTF-Perspektive

Die Flut umfassender Neuregelungen (u.a. neue MaRisk, RTF-Leitfaden, LSI SREP-Papier), die Erkenntnisse aus LSI-Stresstest 2019 und künftigen Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen Risikomanagement und Gesamtbanksteuerung sowie die dahinter liegenden Steuerungsprozesse vor wachsende Herausforderungen. Auf der 10. Risikomanagement-Tagung berichten Vertreter der Bankenaufsicht über zentrale Vorgaben der bevorstehenden MaRisk-Novelle und Erfahrungen aus Geschäftsmodell-Prüfungen. Danach setzen sich Unternehmenssteuerer und Risikocontroller aus verschiedenen Institutsgruppen kritisch mit Ansätzen zur Einsparung von Eigenkapital sowie mit Anforderungen aus den neuen Risikotragfähigkeit-Perspektiven – Freiheitsgrade adverser (Stress-)Szenarien, normative und barwertige Risikoinventur, Besonderheiten der Barwert(nahen)-Steuerung – auseinander.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

150,00 €
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Seminarthemen und Agenda

MaRisk 2020: Umsetzung der zentralen EBA-Vorgaben und Erwartungshaltung der Bankenaufsicht

  • Wesentliche EBA-Leitlinien mit Bezug zum Risikomanagement seit MaRisk-Novelle 2017 – Unmittelbare Gültigkeit auch für weniger bedeutende Institute (LSI) aufgrund der „intend to comply“-Erklärung der BaFin
  • Wichtige Neuerungen zu Auslagerungen: Dokumentationsanforderungen (Auslagerungsregister) • Informationspflichten gegenüber Aufsicht • erweiterte Zugangs-, Informations- und Prüfungsrechte • weitere Inhalte
  • Erweiterte Anforderungen an das Management von notleidenden und gestundeten Risikopositionen (NPL)
  • Neue Vorgaben für Kreditgewährung/-überwachung: Internal Governance • Kreditprozesse • Monitoring
  • Management von Nachhaltigkeitsrisiken: Begriffsbestimmung • Katalysatorwirkung für Kredit-, Markt- und operationelle Risiken • risikobasierter Ansatzneues Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken

15:15-15:30 Uhr Kaffeepause

Aufsichtliche Prüfung von Geschäftsmodellen als Bestandteil des SREP: Anforderungen an die Analyse, Planung und Maßnahmen

  • Kritische Beurteilung der (mehrjährigen) Zielvorgaben: Ableitung vergleichbarer Sachverhalte durch Analyse von Kerngeschäftsgebiet, Kunden-/Produktstruktur, Ertrags- und Risikotreiber, Wettbewerber, etc.
  • Belastbarkeit von (zu positiven) Wachstumsannahmen zur Geschäfts- und Ertragsplanung: Herleitung der Zins-, Provisions- und Bewertungsergebnis-Planung • Nachvollziehbarkeit des Planungs-/Basisszenarios
  • Abgleich von Planungsannahmen mit der eingetretenen Entwicklung (Prognosequalität!) – Sachverhaltsspezifische Überprüfung der betreffenden Kennzahlen bei Soll-Ist-Abweichungen
  • Würdigung des Kapitalplanungsprozesses und des aus den Ergebnissen identifizierten Handlungsbedarfs
  • Einschätzung der geschäftsmodellspezifischen und regulatorischen adversen Szenarien: Einsatz von Pauschalszenarien? • Beachtung neuer ICAAP-Konzepte?
  • Wodurch zeichnen sich nachhaltig erfolgreiche Kreditinstitute aus? • Welche strategischen Risiken treten auf?

ca. 17:30 Uhr Ende des ersten Tages

Ab 18 Uhr ca. 2 h Brauhausführung durch die Kölner Altstadt: Erfahren Sie auf diesem heiteren Brauhaus-Wanderweg alles rund um das einzigartige, süffige Kölsch und seine Besonderheiten. Sie erfahren u. a., wovon der Begriff „Köbes“ abgeleitet ist, warum in jedem Brauhaus ein Beichtstuhl steht oder was der Jakobsweg mit den Brauhäusern der Altstadt zu tun hat. Kosten und genießen Sie den einzigen Dialekt Deutschlands, den man auch trinken kann.

Zunehmende Dringlichkeit von Eigenkapital-Einsparungen: Stellschrauben • konkrete Vorgehensweise • Abwägung Aufwand/Ertrag

  • Anpassung der Geschäftsstrategie: Strategische Ausrichtung wesentlicher Geschäftsaktivitäten im Kontext steigender Kapitalanforderungen i.V.m. der Risikostrategie • ggf. verstärktes Eingehen von Forderungen mit geringeren Risikogewichten • Reduzierung der Volumenschwellen durch Hereinnahme anrechnungsfähiger Sicherheiten im Retailgeschäft
  • Analyse der Eigenkapital-Verwendung bzw. des Risikoabbilds zur Reduzierung des Gesamtrisikobetrages und Erhöhung der Ist-Kapitalquoten
  • Eckwert-, RWA-Planung und Planung geforderter Kapitalquoten/-puffer als Bausteine der Kapitalplanung
  • (Notwendige) Einbeziehung sich ergebender, veränderter Eigenkapital-(EK-)Kosten in die laufende Produktkalkulation
  • Verringerung der Anrechnungspositionen im Depot A: Kauf von Wertpapieren mit niedrigem Risikogewicht zur EK-Schonung vs. Ertragsgenerierung im Depot A-Management • zur Vorteilhaftigkeit von Spezialfonds
  • Kosten-Nutzen-Abwägung: Umfassendere Sicherheitenanrechnung vs. geringere EK-Belastung in Säule 1 • feinere Parameterschätzung durch externe Datenpools • Erhöhung des Abdeckungsgrads bei Ratingverfahren

10:45-11:00 Uhr  Kaffeepause

Neue adverse Szenarien und Stresstests: Freiheitsgrade • Mindestanforderungen • Umsetzungstipps

  • Strategische, kapital- und liquiditätsbezogene Planungsaktivitäten unter der Beachtung des ICAAP und ILAAP
  • Stresstests im Rahmen des Kapitalplanungs-Prozesses: Besonderheiten des adversen Szenarios
  • Planungs- und Steuerungswirkungen aus dem Zusammenspiel von Stresstests und adversen Szenarien in den neuen RTF-Perspektiven – Darstellung institutsspezifischer Gefährdungspotenziale „aus einem Guss“
  • Verzahnung von Stresstests, adversen Szenarien und Gesamtbanksteuerung
  • Ableitung plausibler Stressszenarien gemäß RTF-Leitfaden: Welche Stresstests für welche Geschäftsmodelle und Risikoprofile?
  • Auswirkungen szenariobasierter Stressereignisse auf das Gesamtbankrisikoprofil
  • Ableitung von Entscheidungsperspektiven/-pfaden aus Stresstests und adversen Szenarien
  • Entscheidungsorientierte Aufbereitung eines (adversen) Stresstest-Reporting
  • Effektive Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Stresstest-Ergebnisse
  • Validierung der Stresstest-Programme: qualitative Überprüfung der Methoden, Datenqualität, Annahmen, Risikofaktoren • quantitative Überprüfung der Prognosegüte von historischen Daten oder Stressperioden

12:45-13:45 Uhr  gemeinsames Mittagessen

Neue normative & barwertige Risikoinventur unter Beachtung des RTF-/ICAAP-/ILAAP-Leitfadens

  • Anforderungen an die Risikoinventur nach neuem RTF-Leitfaden: Wesentlichkeitsbestimmung von Risiken in neuer normativer und ökonomischer Perspektive anhand der Vermögens-, Ertrags-, Liquiditätslage sowie Risiko- und Ertragskonzentrationen
  • Berücksichtigung unerwarteter Entwicklungen in der Geschäftsplanung
  • Vorgehen bei Abbildung aller – in der normativen Sichtweise ggf. zeitlich verzögert auftretender – Risiken
  • Erfassung und Bewertung sog. Barwert(naher)-Risiken im Hinblick auf künftige Eigenkapital-Belastungen
  • Verknüpfung der Risikoinventur-Ergebnisse mit vorliegenden risikorelevanten Informationen sowie deren Überführung in RTF-Konzept und Risikomanagement-Prozess zur Ableitung des Gesamtbankrisikoprofils
  • Voraussetzungen für fehlerfreie Meldungen von RTF-Informationen • Erfassung des Risikodeckungspotenzials • aufwändige Angaben zu Basis- und adversen Szenarien in der Kapitalplanung

15:15-15:30 Uhr  Kaffeepause

Barwert(nahe)-Abbildung und Steuerung der Risiken und Risikodeckungsmassen: Besonderheiten Spielräume Fallstricke

  • Zur Ableitung des Risikodeckungspotenzials: u. a. verfügbare Positionen für  einen Verlustausgleich und die Bereinigung des bilanziellen Eigenkapitals um stille Reserven • Fehlsteuerungsimpulse bei Vernachlässigung des Neugeschäfts
  • Grenzen der barwertigen (und GuV-) Berechnung am Beispiel der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs
  • Wann sollte das Institut zur Annäherung an die ökonomische Perspektive den "Säule 1 Plus"-Ansatz oder barwertnahe Ansätze heranziehen?
  • Ökonomische Risiken sowie deren Auswirkungen auf GuV, Eigenmittel und risikogewichtete Positionsbeträge
  • Besonderheiten bei Risikomessverfahren: 99,9 % vs. 99 % Konfidenzniveau • Orientierung der Schätzmethoden am Säule 1-Modell? • Durchschau auf wesentliche Risikopositionen in Fonds • Diversifikationseffekte?
  • Stresstests zur Kompensation von Modellschwächen: Analyse der in der Risikomessung nicht (hinreichend) abgebildeten Ereignisse • Auswirkung von Risiken jenseits der Verlustverteilung des Konfidenzniveaus

ca. 17:00 Uhr  Ende der Veranstaltung

Impressionen von dieser Veranstaltung

Konditionen und Organisatorisches

Im Teilnahmeentgelt enthalten: Seminardokumentation, Erfrischungen, Mittagessen und ein Fachbuch, sofern dies unter dem Seminartitel links erwähnt ist. Das Fachbuch wird nur vor Ort ausgehändigt und kann bei Ausverkauf durch einen gleichwertigen Titel ersetzt werden. Bei der Teilnahme an mehreren Seminaren dieser Seminarreihe durch einen oder mehrere Mitarbeiter aus demselben Unternehmen erhalten Sie für jedes weitere Seminar € 50,- Rabatt.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung. Bei Stornierung Ihrer Anmeldung bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin erheben wir ein Bearbeitungsentgelt von 150,- €*. Bei Stornos nach diesem Zeitpunkt wird das gesamte Seminarentgelt fällig. Zur Fristwahrung müssen Stornos schriftlich bei uns eingehen. Kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin ist möglich. Umbuchungen auf ein anderes Seminar sind bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin kostenfrei, danach fällt ein Bearbeitungsentgelt von 150 Euro* an. Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche, wenn die Absage mindestens zwei Wochen vor dem Seminartermin erfolgt. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Durch die Teilnahme am Seminar erhalten Sie 7 CPE-Punkte als Weiterbildungsnachweis für Ihre Zertifizierung.

* zzgl. 19 % MwSt. ** inkl. 7 % MwSt.

Tagungsort

AZIMUT Hotel Cologne City Center
Hansaring 97 in 50670 Köln
Telefon: 0221 888 760
Fax: 0221 888 7611
http://de.azimuthotels.com/azimut_hotel_cologne_city_center

Mit Durchführungsgarantie!
Ihre Dozenten

Thomas Kerz
Referat Bankgeschäftliche Prüfungen
Deutsche Bundesbank


Henning Riediger
Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen
Deutsche Bundesbank


Christian Schnabel
Vorstandsvertreter, Bereichsdirektor Unternehmensentwicklung
Sparkasse Hildesheim Goslar Peine


Noel Opala
Controlling
VR Bank Niederbayern-Oberpfalz eG


Dr. Daniel Baumgarten
Teamleiter Risikotragfähigkeit und Kapitalplanung
Sparkasse KölnBonn


Prof. Dr. Dirk Heithecker
Fachbereich Quantitative Methoden und Corporate Finance
Hochschule Hannover


Thomas Schmidt
Partner Banksteuerung
plenum AG


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