§ 44er Sonderprüfungen zur Gesamtbanksteuerung

Häufig identifizierte Schwachstellen • Aufgaben der Revision bei Vorbereitung/Begleitung/Nachbereitung/Mängelverfolgung der Prüfung • Praxisbericht zu aktuellen Prüfungen

Verschärfte regulatorischeAnforderungen an die Banksteuerung (neue MaRisk, LSI-SREP, EBA-Leitlinien, BaselerPapiere, etc.) sowie strafrechtliche Haftungsrisiken der Vorstände bei Risikosteuerungsversagenrücken 44er-Feststellungen im Hinblick auf Organisations- undGesamtbanksteuerungspflichten in den Blickpunkt der Geschäftsleitung undUnternehmenssteuerung. Anhand ausgewählter Praxisberichte aus aktuellenPrüfungen erarbeiten ein Bundesbank-Prüfer, ein Revisor und einGesamtbanksteuerer mit den Teilnehmern praxisbezogene Lösungsansätze zurVermeidung/Verringerung von Feststellungen. Alle Praxisfälle beziehen sich aufPrüfungsschwerpunkte der Aufsicht mit direktem Bezug zur Gesamtbanksteuerung(u.a. Risikostrategie, Kapitalplanungsprozess, RTF, Risikomessung, Reporting).

Inhaltsverzeichnis:

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01.12.2020 Frankfurt/M. 790,00 €
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Seminarthemen und Agenda

Gesamtbanksteuerung im Fokus von (Sonder-)Prüfungen der Aufsicht • Identifizierte Schwachstellen und erhöhte Risiken bei den Instituten

  • Regulatorischer Neuregelungen (neue MaRisk, EBA-Leitlinien, BCBS-Papiere, SREP-Vorgaben) zur Gesamtbanksteuerung und Risikotragfähigkeit (Geschäftsmodell!) als Anlass für steigende Anzahl an § 44er Prüfungen
  • Beurteilung der Gesamtbanksteuerung und Governance im Rahmen der Risikobeurteilung im neuen LSI-SREP
  • Einfluss der Ergebnisse der Prüfung der Gesamtbanksteuerung auf die Risikoprofilnoten der Institute
  • Aufsichtliche Maßnahmen bei festgestellten Mängeln und unzureichender Risikoorientierung in der Banksteuerung

Praxisbericht: Aufgaben der Internen Revision bei der Vorbereitung,Begleitung und Nachbereitung/Maßnahmenumsetzung einer §44er Prüfung

  • Umfang der Einbindung der Internen Revision in die Vorbereitungen und Vorab-Datenlieferungen zur Sonderprüfung
  • Rolle der Internen Revision als (zentraler?) Ansprechpartner der Aufsichtsprüfer
  • Inwieweit muss/sollte die Revision in Gespräche und Abstimmungen einbezogen werden?
  • Aufgaben der Revision im Zusammenhang mit der Nachbereitung der Sonderprüfung und aus dem Prüfungsbericht abgeleiteten Maßnahmen zu festgestellten Mängel

Praxisbericht: Ausgewählte Schwerpunkte der Sonderprüfung und aus denFeststellungen abgeleitete Maßnahmen (Teil 1)

  • Prüffeld Strategieprozess: Ist die Geschäfts- konsistent zur Risikostrategie? Unterjährige Prüfung der Risikoziele mittels Risiko-Scorecard. Wachstumsstrategie trotz angespannter Eigenkapital-Situation? Bewertung der Rückkopplungsprozesse bei Abweichung zwischen Strategie und Geschäftstätigkeit?
  • Prüffeld Adressrisiko-Steuerung und -Reporting: Quantitative (z.B. Ampelsysteme) vs. qualitative (z.B. Limitauslastungsreports) Instrumente – Limitüber-/-unterschreitung und Gegensteuerungsmaßnahmen – Wie (häufig) informiert der Vorstand den Aufsichtsrat über die Risikosituation (wird auf Risiken der Geschäftsentwicklung eingegangen)? Versteht Aufsichtsrat die Management Summary? Prüfungsergebnis zur Datenqualität.
    - Aufsichtliche Erwartung zu Handelsprozessen analog Kundenkreditgeschäft
    -
    Vorbereitung auf die Sonderprüfung: Quick-Check der Schnittstellen zu anderen Fachbereichen (u.a. Marktfolge Aktiv), Frühwarnindikatoren und Bearbeitungszeiten.
    - Adressrisiko-Steuerung: Prüfungstiefe (Kunden)Kreditprozesse i.R.d. Sonderprüfung => Handlungsbedarf: Datenqualität (Zeitnähe, Aussagekraft, Validität) Risikoklassifizierung / Forbearance / Risikostatus / Forderungsbewertung.


Praxisbericht: Ausgewählte Schwerpunkte der Sonderprüfung und aus denFeststellungen abgeleitete Maßnahmen

  • Prüffeld Kapitalplanung: Zur Nachvollziehbarkeit negativer Planabweichungen – Interner Kapitalbedarf vs. regulatorische Vorgaben im RTF-Konzept – Drohende Kapitalzuschläge bei Ermittlung der Risikodeckungsmasse – Mögliche Kapitalbeschaffungsmaßnahmen? Abgleich zwischen geplanten und realisierten Kapitalkosten
  • Prüffeld Risikoinventur: Einbezug welcher Portfolien, geplanten Aktivitäten und Geschäftsfelder? Wie werden Ertragskonzentrationen gewürdigt? Verknüpfung der Inventur-Erkenntnisse mit Strategie und NPP – Plausible Begründung der Nichtberücksichtigung von Risiken im RTF-Konzept
  • Prüffeld Liquiditätsplanung (ILAAP): Verzahnung regulatorischer LCR mit ökonomischer Liquiditätssteuerung – Erweiterung der EKPlanung um LCR-Planungsrechnung (Umgang mit Planabweichungen, modellbedingte „LCR-Sprünge“) – Abschätzung des regulatorischen Liquiditätsbedarfs im mehrjährigen Planungsprozess
  • Prüffeld Risikotragfähigkeit: Einbeziehung der neuen normativen Sicht in die RTF-Planung –Durchhalteabsicht vs. -fähigkeit stiller Lasten – Anrechnung stiller Reserven als Risikodeckungspotenzial oder Weiterverrechnung mit Nominalvolumen bei Risikoermittlung? – Inwieweit wird freies Eigenkapital zum Berichtsstichtag/-horizont herangezogen?
  • Prüffeld Risikomessung: Strenge der Parameter im Verhältnis zum Risikodeckungspotenzial – Prozyklische Risikoberechnung bei Bereitstellen zu kurzer Datenhistorien? – Institutsbezogene Formulierung von (Stress-) Szenarien und kritische Auseinandersetzung des Vorstands/Aufsichtsrats mit deren Ergebnissen? – Expertenschätzungen im Risikofrüherkennungsprozess zur Ableitung von Warnindikatoren?

Konditionen und Organisatorisches

Im Teilnahmeentgelt enthalten: Seminardokumentation, Erfrischungen, Mittagessen und ein Fachbuch, sofern dies unter dem Seminartitel links erwähnt ist. Das Fachbuch wird nur vor Ort ausgehändigt und kann bei Ausverkauf durch einen gleichwertigen Titel ersetzt werden. Bei der Teilnahme an mehreren Seminaren dieser Seminarreihe durch einen oder mehrere Mitarbeiter aus demselben Unternehmen erhalten Sie für jedes weitere Seminar € 50,- Rabatt.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung. Bei Stornierung Ihrer Anmeldung bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin erheben wir ein Bearbeitungsentgelt von 150,- €*. Bei Stornos nach diesem Zeitpunkt wird das gesamte Seminarentgelt fällig. Zur Fristwahrung müssen Stornos schriftlich bei uns eingehen. Kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin ist möglich. Umbuchungen auf ein anderes Seminar sind bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin kostenfrei, danach fällt ein Bearbeitungsentgelt von 150 Euro* an. Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche, wenn die Absage mindestens zwei Wochen vor dem Seminartermin erfolgt. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Durch die Teilnahme am Seminar erhalten Sie 7 CPE-Punkte als Weiterbildungsnachweis für Ihre Zertifizierung.

* zzgl. 19 % MwSt. ** inkl. 7 % MwSt.

Tagungsort

relexa Hotel Frankfurt/Main
Lurgiallee 2 in 60439 Frankfurt/M.
Telefon: 069 957 78-0
Fax: 069 957 78 878
http://www.relexa-hotel-frankfurt.de/

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Ihre Dozenten

Ulrich Leuker
Bereichsdirektor 950 Controlling
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