Barwert(nahe)-Steuerung im neuen RTF-Leitfaden für Praxis & Prüfung

Vorgaben des neuen RTF- und ICAAP-Leitfadens für die „ökonomische“ Risikodeckungsmasse, Risikoinventur und Risikoquantifizierung – Erwartungen & künftige Prüfungsansätze

Der Neuausrichtung der Risikotragfähigkeit (RTF) laut RTF- und ICAAP-Leitfaden führt die duale Sichtweise des periodischen und barwertigen Kalkulationsansatzes in Form der normativen und ökonomischen RTF-Perspektive fort. Da sich die ökonomische Perspektive weitestgehend mit den Vorgaben für die barwertige RTF deckt, lohnt sich eine vertieftere Auseinandersetzung mit dem Barwert(nahen)-Ansatz. Ein Bundesbanker berichtet sowohl über die erweiterten Anforderungen an die „ökonomische“ Risikodeckungsmasse, Risikoinventur und Risikoquantifizierung als auch künftige Prüfungsansätze/-felder und Erwartungen der Aufsicht an die Barwert(nahe)-Steuerung. Danach setzen sich zwei Banksteuerer mit dem Barwertkonzept auseinandersetzen und geben wertvolle Praxistipps für Risikocontroller und Überwachungsvorstände zum Vermeiden von Fehlsteuerungsimpulsen.

Inhaltsverzeichnis:

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26.11.2020 Frankfurt/M. 790,00 €
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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 12:00 Uhr

Neue Anforderungen an die „ökonomische“ Risikodeckungsmasse, Risikoarten und Risikoquantifizierung im neuen RTF- und ICAAP-Leitfaden

  • Ergänzung der normativen um eine ökonomische Risikotragfähigkeit (RTF)-Perspektive – Voraussetzungen für einen Barwert-, barwertnahen und „Säule 1 Plus“-Ansatz
  • Ermittlung des Risikodeckungspotenzials (RDP): Überführung von Bilanz- und aufsichtlichen Kapitalgrößen • Barwertermittlung von (außer-)bilanziellen Vermögenswerten • Umgang mit Erträgen aus Neugeschäft, etc.
  • Risikoarten und Risikoquantifizierung: u.a. Wesentlichkeitsbeurteilung bislang vernachlässigter Barwert (naher)-Risiken in der RisikoinventurKonsistenz zwischen Risikobewertung und RDP-Definition • rollierender Risikobetrachtungshorizont • Auswirkung starker Parameteränderungen bei fehlender Stresshistorie
  • Besondere Anforderungen an die Bewertung von Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts-, operationellen u.a. Risiken
  • Voraussetzungen für Stresstest(-Szenarien) in der ökonomischen RTF-Perspektive
  • Prüfungsansätze und Erwartungen der Aufsicht an die barwertige/barwertnahe RTF-Steuerung

(dazw. 15 min. Kaffeepause; 12:00-13:00 Uhr gemeinsames Mittagessen)

13:00 - 14:45 Uhr

Ermittlung des Barwert(nahen)-Risikodeckungspotenzials in der ökonomischen RTF-Perspektive

  • Konsistente Gegenüberstellung zwischen Barwert(nahen)-Institutsvermögen als RDP sowie wesentlichen Risiken zur Vermeidung vermischter periodischer und wertorientierter Steuerungsimpulse
  • Barwertige oder barwertnahe RDP-Ermittlung? – Abzug der (Risiko-) Kostenbarwerte vom Vermögenszeitwert vs. Aufdeckung tatsächlicher Vermögenspositionen einzelner Risikoklassen
  • Aufstellung einer Brutto-Vermögensbilanz und Abzug der Kostenbarwerte von Brutto-Vermögenswerten
  • Erfassung von Abzugs-/Korrekturpositionen bei zwischenzeitlich aufgelaufenen negativen Ergebnissen oder erwarteten negativen Wertänderungen im Bestandsgeschäft
  • Ergänzung periodischer Steuerungsimpulse um wertorientierte und ggf. „regulatorische“ Frühwarnsignale
  • Umgang mit Akzeptanzproblemen barwertiger Ergebnisse bei Kollegen mit GuV-Sicht
  • Implementierung der ökonomischen RTF-Perspektive in einer Regionalbank – aktuelle Praxiserfahrungen

(danach 15 min. Kaffeepause)

15:00 - 17:00 Uhr

Konsistente Abbildung der Risikoarten und Risikoermittlung zur barwertigen RDP-Ableitung

  • Konsistenter Ansatz zur Ermittlung barwertiger Risiken über alle Risikoarten hinweg • Festlegung barwertnaher Risiken in Relation zum Risikodeckungspotenzial (RDP) • Erleichterungen bei der Risikoermittlung (z.B. für nicht hinreichend in Säule 1 erfasste Risiken)
  • Barwertige Risikomessung: rollierender Betrachtungshorizont • Umgang mit Modellschwächen • Höhe des Konfidenzniveaus?
  • Ermittlung von Adressrisiken: u.a. Schätzung der Wertverschlechterung von ausgefallenen Positionen und Eventualverbindlichkeiten • Abbildung von Migrationsrisiken durch Kreditportfoliomodell oder PD-Shift
  • Messung von Marktpreisrisiken: Konsistenz zwischen RTF sowie festgelegter Haltedauer und Limitsystem
  • Durchschau auf Einzelpositionen bei vorliegender Wesentlichkeit der Gesamtfondsposition (Fondsrisiken)
  • Barwertige Ansätze bei operationellen Risiken – Sind Anpassungen an bisherigen Modellen erforderlich?
  • Durchführung der barwertigen Risikoinventur und Abgrenzung zur normativen Sicht • Identifizierung bisher vernachlässigter „ökonomischer“ Risiken
  • Stresstests(-Szenario) zur Analyse potenzielle, in der Risikomessung nicht hinreichend abgebildet Ereignisse • Anpassungsbedarfe für Pandemie-Szenarien
  • Zusammenspiel beider RTF-Perspektiven: Erfassung ökonomischer Risiken mit Einfluss auf künftige GuV, Eigenmittel und Gesamtrisikobeträge in der Kapitalplanung

(ca. 17:00 Uhr Ende des Seminars)

Konditionen und Organisatorisches

Im Teilnahmeentgelt enthalten: Seminardokumentation, Erfrischungen, Mittagessen und ein Fachbuch, sofern dies unter dem Seminartitel links erwähnt ist. Das Fachbuch wird nur vor Ort ausgehändigt und kann bei Ausverkauf durch einen gleichwertigen Titel ersetzt werden. Bei der Teilnahme an mehreren Seminaren dieser Seminarreihe durch einen oder mehrere Mitarbeiter aus demselben Unternehmen erhalten Sie für jedes weitere Seminar € 50,- Rabatt.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung. Bei Stornierung Ihrer Anmeldung bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin erheben wir ein Bearbeitungsentgelt von 150,- €*. Bei Stornos nach diesem Zeitpunkt wird das gesamte Seminarentgelt fällig. Zur Fristwahrung müssen Stornos schriftlich bei uns eingehen. Kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin ist möglich. Umbuchungen auf ein anderes Seminar sind bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin kostenfrei, danach fällt ein Bearbeitungsentgelt von 150 Euro* an. Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche, wenn die Absage mindestens zwei Wochen vor dem Seminartermin erfolgt. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Durch die Teilnahme am Seminar erhalten Sie 7 CPE-Punkte als Weiterbildungsnachweis für Ihre Zertifizierung.

* zzgl. 16 % MwSt. ** inkl. 5 % MwSt.

Tagungsort

relexa Hotel Frankfurt/Main
Lurgiallee 2 in 60439 Frankfurt/M.
Telefon: 069 957 78-0
Fax: 069 957 78 878
http://www.relexa-hotel-frankfurt.de/

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Ihre Dozenten

Markus Dokter
Bereichsleiter Finanzen
Volksbank Mittelhessen eG


Prof. Dr. Dirk Heithecker
Fachbereich Quantitative Methoden und Corporate Finance
Hochschule Hannover


Dominik Leichinger
Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen 2
Deutsche Bundesbank


Thomas Schmidt
Partner Banksteuerung
plenum AG


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