COREP: Verschärfte Anforderungen im Solvenz- & Liquiditätsmeldewesen

Neue umfangreiche Vorgaben zur Berichterstattung über Eigenmittel, Kreditrisiko, Großkredite, Leverage Ratio & NSFR – Erleichterungen für kleine, wenig komplexe Institute

Die überarbeiteten EBA-Durchführungsstandards „ITS on Supervisory Reporting“ konkretisieren die CRR II-Meldepflichten und beinhalten umfangreiche Anforderungen an die Berichterstattung der Institute. Die nahezu alle Meldebereiche betreffenden Anpassungen umfassen Streichungen bislang existierender Meldebögen und die Einführung neuer Templates und mündet in das Reporting Framework 3.0, das ab 30.06.2021 von den Instituten anzuwenden ist. Die geänderten Berichtsformate betreffen insb. die Eigenmittel (inkl. NPE-Backstop-Regelungen), das Kreditrisiko (inkl. Gegenparteiausfallrisiken), Großkredite und Leverage Ratio. Daneben sind neue CoRep-Vorgaben für Liquiditätsmeldungen (z.B. Erleichterungen für wenig komplexe Institute bzgl. Ermittlung der NSFR und Einreichung von simplified-NSFR-Meldebögen) sowie neue Offenlegungspflichten zu beachten.

Inhaltsverzeichnis:

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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 11:30 Uhr

Umfangreiche Anpassungen im Solvenzmeldewesen 2021: Neue Vorgaben und Herausforderungen für Eigenmittel, Kreditrisiko, Großkredite und Leverage Ratio

  • Anpassung der Meldebögen an die CRR II im Fokus des Reporting Framework 3.0 ab 30.06.2021
  • Angaben zu Non-Performing Exposures (NPE) zur Ermittlung der Verlustabdeckung und Eigenmittelanforderungen: u.a. Ausweis über NPE-Besicherung, Entwicklung der Wertberichtungen und Abschreibungen • Kapitalabzug bei unzureichender NPE-Risikovorsorge
  • Anpassungen in Meldebögen zum Kreditrisiko: u.a. Angaben über zulässige Verfahren zur RWA-Ermittlung von Fondsanteilen im Kreditrisikostandardansatz • Wegfall von Angaben zu Spezialfinanzierungen • neuer Infrastrukturunterstützungs- und angepasster KMU-Faktor
  • Eigenmittelanforderung an Kreditrisiko von IRB-Instituten: Angaben zu Schuldnern zugeordneten Ratingklassen • Aufgliederung relevanter Daten und PD-Backtesting-Ergebnisse des Ratingsystems nach vorgegebenen PD-Intervallen • RWA-Entwicklungen des Ratingsystems zwischen Meldestichtagen
  • Meldebögen zum Gegenparteienrisiko für neu eingeführte Berechnungsmethoden – Angemessenheitsprüfung in Abhängigkeit der Komplexität des Derivateportfolios anhand der individuellen Schwellenwerte
  • Änderungen zu Großkrediten: u.a. Streichen des Ergänzungskapitals als Teil der Bezugsgröße für Exposures und ausschließliche Berücksichtigung von Tier-1-Kapital • Wegfall der Meldebögen zur Aufgliederung von Restlaufzeiten der jeweils zehn größten Risikopositionen gegenüber Instituten u.ä.
  • Neue Mindestanforderung an die Verschuldungsquote zur Kapitalunterlegung des ungewichteten Gesamtexposures: u.a. Überwachung der Volatilität der Leverage Ratio zur Verhinderung von „Window-Dressing“
  • Überarbeitung der Offenlegungsanforderungen: neues Meldetemplate für aufsichtliche Schlüsselkennzahlen und Anforderungen der Säule III zu Eigenmitteln, Verschuldungsquote, LCR und NSFR
  • Neue Melde- und Offenlegungspflichten für MREL und TLAC

(im Anschluss 15 min. Kaffeepause)

11:45 - 13:00 Uhr

Änderungen im Liquiditätsmeldewesen: Anforderungen an LCR-Steuerung • Wahlmöglichkeit bei NSFR-Meldung • zusätzliche Beobachtungskennziffern

  • Optimierung der kurzfristigen Liquiditätsdeckungsquote (LCR) durch Nutzung von Interpretationsspielräumen bei Einlagenabflüssen
  • Management des Liquiditätspuffers zur Vermeidung von Überschussliquidität
  • Herausforderungen für Institute mit kleineren Liquiditätspuffern bei starken Schwankungen der LCR
  • Rückabwicklung liquider Aktiva – Maßnahmen zur Vermeidung unerwünschter „Unwinding“-Effekte
  • Operativer Mehraufwand bei Ausweis signifikanter Fremdwährungen – Erörterung der sog. 5%-Grenze
  • Erleichterungen bei Wertpapierpensionsgeschäften durch symmetrische Behandlung der Zu-/Abflussraten
  • Neuausweis operativer, nicht zwingend zur Aufrechterhaltung von Dienstleistungen notwendiger Einlagen
  • Historischer Rückblick zur Bestimmung der Liquiditätsbelastungen aus Sicherheitsnachschussverpflichtungen zur Berücksichtigung adverser Marktszenarien
  • Überführung der LCR in die Liquiditätsteuerung unter Beachtung des neuen ILAAP-Meldewesens
  • Täglich einzuhaltende strukturelle Liquiditätsquote (NSFR): CRR II-Wahlmöglichkeit für kleine Institute durch Meldung einer vereinfachten NSFR
  • Von der zu beobachtenden zur einzuhaltenden (trägen) NSFR-Kennziffer – Veränderungen gegenüber der bisherigen Parametrisierung aus BCBS 295 und deren Auswirkungen auf die Refinanzierungssteuerung
  • Erleichterter Liquiditätstransfer durch symmetrische Anrechnungsfaktoren für verbundinterne Einlagen
  • Standard- oder vereinfachte NSFR? – Simulation der Entlastung im Meldewesen gegenüber verschlechterter NSFR-Quote und erschwerter ökonomischer Analyse eigener struktureller Refinanzierung
  • Auswirkungsanalysen und zielgerichtete Betrachtung der NSFR-Einzelkomponenten in der Bilanzplanung
  • Überwachung und revisionssichere Dokumentation der NSFR-Einhaltung im Liquiditätsrisiko-Reporting
  • Zusätzliche Liquiditätsbeobachtungskennziffern (AMM) für tiefreichende Einblicke in das Finanzierungsprofil zum Kompensieren von LCR-/NSFR-Schwachstellen
  • Verwendung der AMM zur Früherkennung potenzieller Konzentrationsrisiken
  • Nutzung des neuen MACCSs der Bundesbank zur Verbesserung der LCR und NSFR

Konditionen und Organisatorisches

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Den Zugangslink nebst Code erhalten Sie am Vortag des Seminars. Dieser ermöglicht Ihnen die Teilnahme am Seminar. Ihre Teilnahmebestätigung finden Sie unter MeinFCH. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung.

Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass eine „Teilnahme“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern ansonsten nicht gestattet ist und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen.

Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

ONLINE-Veranstaltung mit ZOOM
die Zugangsdaten erhalten Sie per E-Mail in Nutzung über Plattform Zoom
Telefon: +49 6221-998980
Fax: +49 6221-9989899

Ihre Dozenten

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Spezialist im Risikomanagement Finanzen | Risikocontrolling Marktpreisrisiko
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