COREP: Verschärfte Anforderungen im Solvenz- & Liquiditätsmeldewesen

Neue umfangreiche Vorgaben zur Berichterstattung über Eigenmittel, Kreditrisiko, Großkredite, Leverage Ratio & NSFR – Erleichterungen für kleine, wenig komplexe Institute

Die überarbeiteten EBA-Durchführungsstandards „ITS on Supervisory Reporting“ konkretisieren die CRR II-Meldepflichten und beinhalten umfangreiche Anforderungen an die Berichterstattung der Institute. Die nahezu alle Meldebereiche betreffenden Anpassungen umfassen Streichungen bislang existierender Meldebögen und die Einführung neuer Templates und mündet in das Reporting Framework 3.0, das ab 30.06.2021 von den Instituten anzuwenden ist. Die geänderten Berichtsformate betreffen insb. die Eigenmittel (inkl. NPE-Backstop-Regelungen), das Kreditrisiko (inkl. Gegenparteiausfallrisiken), Großkredite und Leverage Ratio. Daneben sind neue CoRep-Vorgaben für Liquiditätsmeldungen (z.B. Erleichterungen für wenig komplexe Institute bzgl. Ermittlung der NSFR und Einreichung von simplified-NSFR-Meldebögen) sowie neue Offenlegungspflichten zu beachten.

Inhaltsverzeichnis:

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26.10.2020 Frankfurt/M. 790,00 €
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Seminarthemen und Agenda

Umfangreiche Anpassungen im Solvenzmeldewesen 2021: Neue Vorgaben und Herausforderungen für Eigenmittel, Kreditrisiko, Großkredite und Leverage Ratio

  • Anpassung der Meldebögen an die CRR II im Fokus des Reporting Framework 3.0 ab 30.06.2021
  • Angaben zu Non-Performing Exposures (NPE) zur Ermittlung der Verlustabdeckung und Eigenmittelanforderungen: u.a. Ausweis über NPE-Besicherung, Entwicklung der Wertberichtungen und Abschreibungen • Kapitalabzug bei unzureichender NPE-Risikovorsorge
  • Anpassungen in Meldebögen zum Kreditrisiko: u.a. Angaben über zulässige Verfahren zur RWA-Ermittlung von Fondsanteilen im Kreditrisikostandardansatz • Wegfall von Angaben zu Spezialfinanzierungen • neuer Infrastrukturunterstützungs- und angepasster KMU-Faktor
  • Eigenmittelanforderung an Kreditrisiko von IRB-Instituten: Angaben zu Schuldnern zugeordneten Ratingklassen • Aufgliederung relevanter Daten und PD-Backtesting-Ergebnisse des Ratingsystems nach vorgegebenen PD-Intervallen • RWA-Entwicklungen des Ratingsystems zwischen Meldestichtagen
  • Meldebögen zum Gegenparteienrisiko für neu eingeführte Berechnungsmethoden – Angemessenheitsprüfung in Abhängigkeit der Komplexität des Derivateportfolios anhand der individuellen Schwellenwerte
  • Änderungen zu Großkrediten: u.a. Streichen des Ergänzungskapitals als Teil der Bezugsgröße für Exposures und ausschließliche Berücksichtigung von Tier-1-Kapital • Wegfall der Meldebögen zur Aufgliederung von Restlaufzeiten der jeweils zehn größten Risikopositionen gegenüber Instituten u.ä.
  • Neue Mindestanforderung an die Verschuldungsquote zur Kapitalunterlegung des ungewichteten Gesamtexposures: u.a. Überwachung der Volatilität der Leverage Ratio zur Verhinderung von „Window-Dressing“
  • Überarbeitung der Offenlegungsanforderungen: neues Meldetemplate für aufsichtliche Schlüsselkennzahlen und Anforderungen der Säule III zu Eigenmitteln, Verschuldungsquote, LCR und NSFR
  • Neue Melde- und Offenlegungspflichten für MREL und TLAC

(dazw. 15 min. Kaffeepause; 13:00-14:00 Uhr gemeinsames Mittagessen)

Änderungen im Liquiditätsmeldewesen: Anforderungen an LCR-Steuerung • Wahlmöglichkeit bei NSFR-Meldung • zusätzliche Beobachtungskennziffern

  • Optimierung der kurzfristigen Liquiditätsdeckungsquote (LCR) durch Nutzung von Interpretationsspielräumen bei Einlagenabflüssen
  • Management des Liquiditätspuffers zur Vermeidung von Überschussliquidität
  • Herausforderungen für Institute mit kleineren Liquiditätspuffern bei starken Schwankungen der LCR
  • Rückabwicklung liquider Aktiva – Maßnahmen zur Vermeidung unerwünschter „Unwinding“-Effekte
  • Operativer Mehraufwand bei Ausweis signifikanter Fremdwährungen – Erörterung der sog. 5%-Grenze
  • Erleichterungen bei Wertpapierpensionsgeschäften durch symmetrische Behandlung der Zu-/Abflussraten
  • Neuausweis operativer, nicht zwingend zur Aufrechterhaltung von Dienstleistungen notwendiger Einlagen
  • Historischer Rückblick zur Bestimmung der Liquiditätsbelastungen aus Sicherheitsnachschussverpflichtungen zur Berücksichtigung adverser Marktszenarien
  • Überführung der LCR in die Liquiditätsteuerung unter Beachtung des neuen ILAAP-Meldewesens
  • Täglich einzuhaltende strukturelle Liquiditätsquote (NSFR): CRR II-Wahlmöglichkeit für kleine Institute durch Meldung einer vereinfachten NSFR
  • Von der zu beobachtenden zur einzuhaltenden (trägen) NSFR-Kennziffer – Veränderungen gegenüber der bisherigen Parametrisierung aus BCBS 295 und deren Auswirkungen auf die Refinanzierungssteuerung
  • Erleichterter Liquiditätstransfer durch symmetrische Anrechnungsfaktoren für verbundinterne Einlagen
  • Standard- oder vereinfachte NSFR? – Simulation der Entlastung im Meldewesen gegenüber verschlechterter NSFR-Quote und erschwerter ökonomischer Analyse eigener struktureller Refinanzierung
  • Auswirkungsanalysen und zielgerichtete Betrachtung der NSFR-Einzelkomponenten in der Bilanzplanung
  • Überwachung und revisionssichere Dokumentation der NSFR-Einhaltung im Liquiditätsrisiko-Reporting
  • Zusätzliche Liquiditätsbeobachtungskennziffern (AMM) für tiefreichende Einblicke in das Finanzierungsprofil zum Kompensieren von LCR-/NSFR-Schwachstellen
  • Verwendung der AMM zur Früherkennung potenzieller Konzentrationsrisiken
  • Nutzung des neuen MACCSs der Bundesbank zur Verbesserung der LCR und NSFR

(dazw. 15 min. Kaffeepause; ca. 17:00 Uhr Ende des Seminars)

Konditionen und Organisatorisches

Im Teilnahmeentgelt enthalten: Seminardokumentation, Erfrischungen, Mittagessen und ein Fachbuch, sofern dies unter dem Seminartitel links erwähnt ist. Das Fachbuch wird nur vor Ort ausgehändigt und kann bei Ausverkauf durch einen gleichwertigen Titel ersetzt werden. Bei der Teilnahme an mehreren Seminaren dieser Seminarreihe durch einen oder mehrere Mitarbeiter aus demselben Unternehmen erhalten Sie für jedes weitere Seminar € 50,- Rabatt.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung. Bei Stornierung Ihrer Anmeldung bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin erheben wir ein Bearbeitungsentgelt von 150,- €*. Bei Stornos nach diesem Zeitpunkt wird das gesamte Seminarentgelt fällig. Zur Fristwahrung müssen Stornos schriftlich bei uns eingehen. Kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin ist möglich. Umbuchungen auf ein anderes Seminar sind bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin kostenfrei, danach fällt ein Bearbeitungsentgelt von 150 Euro* an. Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche, wenn die Absage mindestens zwei Wochen vor dem Seminartermin erfolgt. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Durch die Teilnahme am Seminar erhalten Sie 7 CPE-Punkte als Weiterbildungsnachweis für Ihre Zertifizierung.

* zzgl. 19 % MwSt. ** inkl. 7 % MwSt.

Tagungsort

relexa Hotel Frankfurt/Main
Lurgiallee 2 in 60439 Frankfurt/M.
Telefon: 069 957 78-0
Fax: 069 957 78 878
http://www.relexa-hotel-frankfurt.de/

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