Neue RTF-Perspektiven: Vorgaben • Umstellungsprobleme • Best Practice

Normative & ökonomische Perspektive • Wegfall Doppelunterlegung wesentlicher Risiken mit Eigenkapital • Aufwertung der Kapitalplanung • Stresstests vs. adverse Szenarien

Durch den aufsichtlichen RTF-Leitfaden wird die Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit (RTF) in Form eines Fortführungs- oder Liquidationsansatzes aufgegeben und durch neue Steuerungsperspektiven abgelöst. Obwohl laut BaFin die alten Going-Concern-Ansätze „bis auf weiteres“ gestattet sind, ist in absehbarer Zeit mit der Umstellung zu rechnen. Hierbei stellt die gleichzeitige Erfüllung der normativen (als erweiterte Kapitalplanung) und ökonomischen (von der Rechnungslegung losgelösten) RTF-Perspektive – mit Einfluss auf den SREP-Kapitalzuschlag – die Institute vor große Herausforderungen. Daneben hat das Risikocontrolling aus dem Zusammenspiel der beiden Perspektiven Steuerungsimpulse abzuleiten sowie ggf. durch die Covid-19 Pandemie bislang vernachlässigte Risiken aufzuwerten und Modellannahmen der Risikomessverfahren in Frage zu stellen.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

12.04.2021 150,00 €
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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 12:00 Uhr

Neuausrichtung des Risikotragfähigkeit (RTF)-Prozesses unter Beachtung des RTF-Leitfadens und der neuen MaRisk

  • Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit des internen RTF-Prozesses (ICAAP) nach § 25a KWG, AT 4.1 MaRisk und neuem RTF-/ICAAP-Leitfaden unter Bewahrung der Methodenfreiheit und Säule 2
  • ICAAP als Basis für die Berechnung zusätzlicher Eigenmittelanforderungen und Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung im SREP sowie für die Höhe des festzusetzenden SREP-Kapitalzuschlags
  • Gleichzeitige Erfüllung der normativen (als erweiterte Kapitalplanung) und ökonomischen (von der Rechnungslegung losgelösten) RTF-Perspektive
  • Zur Aufwertung der Kapitalplanung: Anerkennung regulatorischer Eigenmittel und weiterer Eigenkapital-Bestandteile als Risikodeckungspotenzial zur Erfüllung der Mindesteigenkapital- und Kapitalpuffervorgaben (inkl. Eigenmittelzielkennziffer) • Einordnung von Planergebnissen künftiger Perioden
  • Sicherstellung der Konsistenz zwischen adversem Szenario aus der Kapitalplanung und Stresstests nach AT 4.3.3 MaRisk – Vergleich des schweren konjunkturellen Abschwungs mit adversem Szenario • Erfassung von Risiken aus ökonomischer Perspektive – Widerspiegeln „widrige Entwicklungen“
  • Anforderung an Risikodeckungspotenziale in Abhängigkeit der RTF-Perspektive – Orientierung an Säule 1?
  • Erwartungen an die Risikoinventur (Wesentlichkeitseinstufung bislang vernachlässigter Risiken) und Risikoquantifizierung (u.a. Festlegung angemessener Annahmen, Sicherstellung der Datenqualität/-konsistenz)
  • Konsequenzen für „Annex-Institute“ – Schlechtere qualitative SREP-Beurteilung des Risikomanagements in Verbindung mit erhöhten Kapitalpuffern/-zuschlägen?
  • Verwendung Corona-bedingter Erleichterungen – Kritische Auseinandersetzung mit falschen Erwartungen

(dazwischen 15 min. Pause)

12:15 - 15:00 Uhr

Übergang von Going Concern-Ansätzen auf die neue normative Risikotragfähigkeit-Perspektive

  • Zielsetzung der normativen Risikotragfähigkeit (RTF)-Perspektive sowie deren Einbindung in den ICAAP
  • Normative Perspektive vs. Going Concern-Ansätze „alter Prägung“: Ähnlichkeiten/Unterschiede in Grundannahmen, Methodik und Steuerungswirkung
  • Festlegung von Planungsannahmen für mehrjährige Zeiträume: Entwicklung eines Planszenarios auf Basis der erwarteten Geschäftsentwicklung und adverser Szenarien • Ursachen für unterjährige Aktualisierungen der Planung
  • Inwieweit kann man „Säule 2“-Risiken in adversen Szenarien der normativen Perspektive berücksichtigen?
  • Einschätzung des SREP-Zuschlages unter Beachtung der Geschäftsplanung und regulatorischer Neuerungen
  • Ableitung sinnvoller Managementpuffer als neuer zusätzlicher Ausdruck des Risikoappetits eines Instituts
  • RTF-Stresstests und adverse Szenarien: Unterschiede in der Zielsetzung und angemessenen Ausgestaltung

(dazwischen 60 min. Mittagspause; danach 15 min. Pause)

15:15 - 17:00 Uhr

Abbildung der Risikodeckungsmasse, Risiken und Risikoermittlung in der neuen ökonomischen Perspektive

  • Ableitung des Risikodeckungspotenzials (RDP): Prüfschema bzgl. verfügbarer Positionen zum Verlustausgleich und Bereinigung des Eigenkapitals um stille Reserven • Vernachlässigung von Neugeschäftserträgen
  • Wann sollte die Bank zur Annäherung an die ökonomische Perspektive den „Säule 1 Plus-Ansatz wählen?
  • Ableitung einer Wesentlichkeitsgrenze in der Risikoinventur – Besondere Aspekte wesentlicher Risiken • Wie wirken sich die identifizierten Risiken auf GuV, Eigenmittel und risikogewichtete Positionsbeträge aus?
  • Umsetzung der Vorgaben für Risikomessverfahren: 99,9% oder 99% Konfidenzniveau? • Orientierung der Schätzmethoden am „Säule 1“-Modell? • Durchschau auf wesentliche Risikopositionen in Fonds • etc.
  • Die ökonomische Perspektive als erster Schritt in eine barwertige und integrierte Asset-Allocation in Zeiten des Niedrigzinsumfeldes
  • Stresstests zur Analyse nicht hinreichend abgebildeter Ereignisse in der Risikomessung (Modellschwächen!) • Was ist schlimmer als 99,9%?
  • Zusammenspiel der beiden neuen RTF-Steuerungsperspektiven – Ableitung sinnvoller Steuerungsimpulse

Konditionen und Organisatorisches

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Den Zugangslink nebst Code erhalten Sie am Vortag des Seminars. Dieser ermöglicht Ihnen die Teilnahme am Seminar. Ihre Teilnahmebestätigung finden Sie unter MeinFCH. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung.

Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass eine „Teilnahme“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern ansonsten nicht gestattet ist und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen.

Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

ONLINE-Veranstaltung mit ZOOM
die Zugangsdaten erhalten Sie per E-Mail in Nutzung über Plattform Zoom
Telefon: +49 6221-998980
Fax: +49 6221-9989899

Ihre Dozenten

Tom John Geie
Fachprüfer Referat Bankgeschäftliche Prüfungen
Deutsche Bundesbank


Frank Neumann
Leiter Controlling, Bereich Unternehmenssteuerung
Sparkasse Bodensee


Tim-Oliver Engelke
Spezialist Controlling Finanzmanagement
Sparda-Bank Hessen eG


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