Neu-Produkte-Prozess (NPP)

Erkennt das Institut neue/abgewandelte Produkte/Geschäftsfelder? • Notwendigkeit eines NPP für bestehende(!) Produkte gem. MaRisk • neue NPP-Nachschaupflicht

Banken und Sparkassen müssen in neuen Produkten und Geschäftsfeldern aktiv werden zur Generierung zusätzlicher Erträge und Provisionen, da ihre bisherigen Geschäftsmodelle im Niedrigzinsumfeld ertragsseitig an ihre Grenzen stoßen und eine umfassende und schnelle Reduzierung der Kostenseite (kurzfristig) oftmals nicht möglich ist. Nach AT 8.1 der neuen MaRisk muss jedes Institut die von ihm betriebenen neuen Geschäftsaktivitäten verstehen und für die Aufnahme von Aktivitäten in neuen Produkten oder Märkten, einschließlich neuer Vertriebswege einen NPP ausarbeiten und die Risiken in die Steuerung einbeziehen. Grundlage muss das Ergebnis der Risikoanalyse dieser neuen Geschäfte sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil des Instituts sein. Neu ist die verpflichtende (!) NPP-Nachschau sowie ein NPP für lange nicht genutzte Produkte.

Inhaltsverzeichnis:

Nächster Termin

19.10.2020 Frankfurt/M. 790,00 €
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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 12:30 Uhr

Neu-Produkt-Prozess (NPP): Neue MaRisk-Vorgaben, aktuelle Erfahrungen und häufige Feststellungen aus bankgeschäftlichen Prüfungen der Aufsicht

  • Hintergründe zum NPP und neue Anforderungen gemäß MaRisk, u. a.: Überprüfung des Produktkatalogs und mind. jährliche Nachschauprüfung des NPP
  • Einbinden des NPP in den Prozess der Gesamtbanksteuerung unter Beachtung der neuen EBA-Leitlinien zur Überwachung und Steuerung des Produktentwicklungsprozesses; häufig wird "lästiger" NPP/NPNM-Prozess nicht beachtet
  • Erleichterungen in AT 8.1 MaRisk: Wann ist Verzicht auf NPP mgl.?
  • Überprüfung der Prozessschritte bei Durchführung eines NPP
    1. Identifizierung: Abgrenzungsprobleme und -kriterien • Prüfung des Produkte-Märkte-Katalogs auf Vollständigkeit und Konsistenz zur Geschäfts-/Risikostrategie
    2. Risikoanalyse: Qualität und Vollständigkeit der Risikoanalyse (z. B. wo entstehen Risikokonzentrationen?)
    3. NPP-Konzept: Regelung der Zuständigkeiten und Umsetzungsfristen • Wird Anpassungsbedarf im IKS erfasst? • Vollständigkeitsprüfung bzgl. der Konzeptinhalte
    4. Testphase: Dokumentation der Ergebnisse • Überprüfung der Erleichterungs-Voraussetzungen
    5. Einbindung betroffener Organisationseinheiten: Welche Bereiche gehören (nicht) zum NPP-Team?
    6. Aufnahme der laufenden Geschäftstätigkeit: Wer entscheidet, ob neues Geschäft vorliegt?
  • Erfolgsfaktoren eines guten NPP – Erfahrungen aus MaRisk-Prüfungen und Erwartungen der Aufsicht
13:30 - 17:00 Uhr

Strukturierter Leitfaden zur Abarbeitung des NPP inkl. „ampelbasierter“ Risikobewertung und NPP-NachschauIntegration in die Risikomanagement- und Gesamtbanksteuerungs-Prozesse

  • Verankerung des strukturierten Vorgehens in Orga-Richtlinien
  • Wann führen neue Aktivitäten zu NPPs?
  • Aussagekräftige Kosten-Nutzen-Risiko-Analyse als fundierte Grundlage für die Entscheider
  • Wesentliche Anpassungsprozesse: Katalog möglicher Kriterien zur Einschränkung der Interpretationsspielräume
  • Initiierungsphase: Festlegen von Verantwortlichkeiten; Beteiligten (Ressourcenplanung!) NPP-Durchführung: strukturierter Leitfadens inkl. qualitativer Risikobewertung („Ampel“): Produktbeschreibung, Ertrags-/Risikoanalyse, Abbildung im Risikocontrolling, formelle Aspekte, personelle Anforderungen - Häufig fehlende Analyse der Auswirkungen auf Eigenkapital und Liquiditätssituation 
  • Testphase: Abgleich zu NPP-Konzept • Aufzeigen von Schwachstellen • Ergebnisdokumentation
  • Abschlussphase: Erkenntnisse aus der Testphase • Maßnahmen vor Aufnahme des Geschäftsbetriebs • Genehmigung durch Geschäftsleitung • Abarbeitung des NPP sowie „ampelbasierte“ Risikobewertung am Beispiel ausgewählter Produkte
  • Vertiefte Diskussion NPPs im Bereich „Digitalisierung“:
    - Nutzung „medialer Vertriebskanäle“ – wann erfordern diese ein NPP-haftes Vorgehen?
    - Zuordnungsfrage: ist Neuerung ein Produkt- (AT 8.1) oder Prozessthema (AT 8.2)?
  • Produkt-Märkte-Katalog: Musterstruktur • inhaltliche Tiefe • laufende Überprüfung
  • Exkurs/Diskussion: NPPs für Immobilien im Eigenbestand
  • Nachschauprüfung und ggf. Anpassung der Prozesse: Finden Geschäfte im neuen Produkt/Markt noch statt? • Gibt es Optimierungspotentiale? Besonderheiten bei Produkt-Löschungen
  • Revisionssichere Dokumentation der NPP-Phasen
  • Inwiefern eignet sich der strukturierte Leitfaden als NPP-Prüf-Checkliste?

Konditionen und Organisatorisches

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Den Zugangslink nebst Code erhalten Sie am Vortag des Seminars. Dieser ermöglicht Ihnen die Teilnahme am Seminar. Ihre Teilnahmebestätigung finden Sie unter MeinFCH. Dort finden Sie eine Woche nach dem Termin auch den Filmmitschnitt des Seminars für die Dauer von 3 Monaten. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung.

Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass eine „Teilnahme“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern ansonsten nicht gestattet ist und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen.

Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

relexa Hotel Frankfurt/Main
Lurgiallee 2 in 60439 Frankfurt/M.
Telefon: 069 957 78-0
Fax: 069 957 78 878
http://www.relexa-hotel-frankfurt.de/

Nächster Termin

19.10.2020

Ihre Dozenten

Michael Jander
Zentralbereichsleiter Verbund- und Vertriebsmanagement
Kreissparkasse Böblingen


Sascha Paschke
Bankgeschäftliche Prüfung
Deutsche Bundesbank


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