Risikoberichtswesen & Reporting in Praxis & Prüfung

Adressatengerechte Risikoberichterstattung • aussagekräftige Risikodatenaggregation (Granularität!) • risikoorientierte Entscheidungsgrundlage • konkrete Prüfungstipps

Berichts- und Überwachungsprozesse tragen zur Information der Entscheidungsträger über Veränderungen der Risikostruktur und des Gesamtrisikoprofils der Bank bei und sind die Grundlage für eine aktive Risikosteuerung. Im Rahmen des (Ad-hoc-)Berichtswesens werden zudem die Organe (z. B. Aufsichtsrat/Verwaltungsrat) informiert. Eine umfassende Berichterstattung sollte aber auf einer standfesten Datengrundlage basieren. Hierbei spielen die Qualität der abgefragten/aggregierten Daten eine entscheidende Rolle ebenso wie ein einheitliches Risikoverständnis, einheitliche Frühwarnindikatoren und angemessene Kontroll- und IKS-Schranken, um eine umfassende aber trotzdem adressatengerechte Berichterstattung zu gewährleisten. Neue Vorgaben (Neue MaRisk, BAIT, BCBS 239, EBA-Guidelines) verschärfen die Prüfungsaufgaben der Internen Revision.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

150,00 €
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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 12:00 Uhr

Aufsichtliche Beurteilung des Risikoberichtswesens vor dem Hintergrund der geplanten MaRisk-Novelle und weiteren regulatorischen Neuerungen durch Basel (BCBS 239) und EBA (LSI-SREP)

  • Neue Anforderungen an die Risikoberichterstattung u.  a. vollständige, genaue und aktuelle(!) Daten; zukunftsorientierte Risikoeinschätzung; angemessenes Verhältnis zw. quantitativen Informationen und qualitativer Beurteilung; angemessene Produktionszeiten
  • Erweiterte Anforderungen an die Inhalte des Gesamtrisikoberichts (u. a. Prognosen zur Entwicklung der Kapital- und Liquiditätskennzahlen und der Refinanzierungspositionen sowie Berichterstattung zu Risikotreibern)
  • Neuer AT 4.3.4 MaRisk zur Identifizierung, Steuerung, Zusammenführung und Auswertung risikorelevanter Daten – Datenqualität (!) (BCBS 239)
  • Klare EBA-Prüfungsvorgabe an BaFin/BuBa zur Prüfung und Bewertung des Risikoberichtswesens i. R. d. Governance-Prüfungen bei der Ermittlung des Risikoprofils (SREP)
  • Welche Informationen an die Geschäftsleitung erwartet die Aufsicht in welcher Granularität? In welcher Zeit müssen Informationen zusammengestellt werden? 
  • Auswirkungen auf das Eigenkapital bei Änderung des Risikoprofils und Berichtspflichten „nach außen“: neue Transparenzvorschriften (BCBS 328)
  • Prüfung der transparenten Darstellung der Erfolgsquellen u. Ertragskonzentrationen – Welche Stresstest-Ergebnisse, Annahmen, Konzentrationen und Auswirkungen auf Risikosituation und Deckungspotenzial werden in den Risikoberichten dargestellt?
  • Angemessene Berichterstattung über Risikotragfähigkeit/Kapitalplanung
  • Wie (häufig) wird dem Vorstand/Aufsichtsrat über die Risikosituation berichtet und ggf. Handlungsvorschläge mitgeteilt?
  • Welche Informationen müssen Berichte über wesentliche Risikoarten enthalten?
  • Wie häufig informiert der Vorstand sein Aufsichtsorgan über die Risikosituation?
  • Prüfung der unverzüglichen Weiterleitung wesentlicher Risikoinformationen
  • Datenqualität/Datengrundlage des Reporting-Systems als wesentliche Voraussetzungen für ein aussagekräftiges Risikoberichtswesen
  • Überprüfung der Anforderungen an die Beschaffenheit von Risikodaten und -Berichten (u. a. Genauigkeit, Flexibilität, Aktualität)
  • Häufige Feststellungen zum Risikoberichtswesen aus (Sonder-)Prüfungen
  • Auswirkungen des neuen aufsichtlichen Überprüfungs- und Beurteilungsprozesses (SREP) auf das Risikoberichtswesen


13:00 - 14:30 Uhr

Prüfung der Nachvollziehbarkeit, Verständlichkeit und Aussagekraft des Risikoreportings an Vorstand und Aufsichtsgremium aus Sicht einer LSI-Revision

  • Prüfung der (Risiko-)Berichterstattung auf Gesamtbankebene – Spannungsfeld zw. Informationsbedürfnis und Empfängerorientierung – Beurteilung der Aussagekraft des Risikoberichts
  • Inwieweit erfolgt die Berichterstattung risikoorientiert, verständlich, adressatengerecht und entscheidungsunterstützend? Wird das Risikoprofil adäquat widergespiegelt?
  • Prüfung der Berichtsinhalte auf MaRisk-Konformität
  • Prüfung der Umsetzung interner Vorgaben für die Berichterstellung zur Sicherstellung der Einheitlichkeit und verbesserten Lesbarkeit der Berichte
  • Prüfung des Prozesses der Datenbeschaffung inkl. Verantwortlichkeiten und Dokumentation 
  • Beurteilung der Vollständigkeit der Reporting-Daten (z. B. auf Gruppenebene); Wie erfolgen die Zulieferungen oder werden dieselben Systeme genutzt?
  • Beurteilung „Management Summary“ hinsichtlich der Aussagekraft zu Gesamtbanksituation, wesentlichen Risiken und Informationsanspruch
  • Beurteilung der Analyse von Abweichungen zur Vorberichterstattung sowie der Konsistenz verschiedener Risikoberichte untereinander
  • Inwiefern erfolgt eine realitätsgetreue Darstellung der Gesamtbanksituation und Beurteilung wesentlicher Risikoarten?
  • Beurteilung der Anhänge zum Bericht hinsichtlich eines Informations-Mehrwerts – inwieweit dürfen Detailinformationen zu wesentlichen Risiken nur aus dem Anhang ersichtlich sein (notwendige Granularität im Bericht)?
  • Inwieweit sind wichtige Handlungsvorschläge und Vorstandsbeschlüsse nachvollziehbar hinsichtlich der dargestellten Informationen im Risikobericht?
  • Kritische Prüfung der Berichtsinhalte in Bezug auf redundante Informationen und fachliche Lücken
14:45 - 17:00 Uhr

Prüfung des (Risiko-)Berichtswesens an Vorstand & Aufsichts-/Verwaltungsrat • Besondere Berichtspflichten ausgewählter IKS-Funktionen

  • Prüfung der erweiterten regulatorischen (Mindest-)Anforderungen als Treiber für die Weiterentwicklung des Reporting an Vorstand und Aufsichtsorgane
  • Inwieweit erhält der Leiter der Risikocontrolling-Funktion/Risikocontrolling zeitnah alle Protokolle aus Vorstands-/Aufsichtsratssitzungen sowie wesentlicher Fachausschüsse?
  • Beurteilung der Ausgestaltung der Auskunftsrechte und -pflichten der Risikocontrolling- und Compliance-Funktion sowie der Internen Revision und der Leitung des Risikocontrolling.
  • Prüfung des Reporting (inkl. Feststellungen und Maßnahmen)
  • Prüfung der Berichterstattung zu Risikomessverfahren, Annahmen und Parametern (z. B. Frühwarnindikatoren) sowie der Meldung von Plan-, Ertrags- und Risikodaten
  • Prüfung des Risikoreporting an die Geschäftsleitung – Beurteilung entscheidungsunterstützender Berichtsinhalte und Beurteilung von Risikokennzahlen
  • Inwieweit erfolgt eine Würdigung von Änderungen in Geschäfts- und Risikopolitik, Prozessen, neuen Produkten/Märkten, Planabweichungen etc. in den Berichten?
  • Sind Erläuterungen des Risikocontrolling in Bezug auf Risikolimite und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten verständlich und nachvollziehbar?


Konditionen und Organisatorisches

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Den Zugangslink nebst Code erhalten Sie am Vortag des Seminars. Dieser ermöglicht Ihnen die Teilnahme am Seminar. Ihre Teilnahmebestätigung finden Sie unter MeinFCH. Dort finden Sie eine Woche nach dem Termin auch den Filmmitschnitt des Seminars für die Dauer von 3 Monaten. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung.

Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass eine „Teilnahme“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern ansonsten nicht gestattet ist und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen.

Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

relexa Hotel Frankfurt/Main
Lurgiallee 2 in 60439 Frankfurt/M.
Telefon: 069 957 78-0
Fax: 069 957 78 878
http://www.relexa-hotel-frankfurt.de/

Ihre Dozenten

Ralph Berkemer
Revision Management- und Interne Service Prozesse
Volksbank Stuttgart eG


Dr. Karsten Geiersbach, CIA
Leiter Interne Revision
Kasseler Sparkasse


Thomas Rassat
Referatsleiter Bankgeschäftliche Prüfungen 1
Deutsche Bundesbank

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