Seminardokumentation: FCH Fit & Proper VORSTAND: Fokus Gesamtbanksteuerung/Risikomanagement

Verbesserung der Kenntnisse und des Verständnisses über interne Risikocontrolling- und Risikosteuerungsprozesse zur Vorbereitung auf Aufsichtsgespräche und 44er Prüfungen

Künftig müssen alle Mitglieder des Leitungsorgans (Geschäftsleitung) auch aus LSI über theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen im Bankgeschäft („Fit & Proper“) verfügen. Dabei gehen die aus dem Anzeigenwesen aufgegriffenen Neuregelungen weit über die bisherigen KWG- und MaRisk-Vorgaben hinaus. Dem entsprechend ist eine jährliche Selbsteinschätzung und laufende Überprüfung von Fachwissen mithilfe externer Expertise erforderlich, um stets aktuelles (regulatorisches) Wissen vorzuhalten. Fit & Proper-Prüfungen beziehen sich v.a. auf das Verständnis der Geschäftsstrategie/-pläne, Risikomanagement, die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems (IKS) sowie Interpretation von Finanzinformationen. Die erfahrenen Referenten geben wertvolle Praxistipps für ein sicheres Auftreten in inhaltsgetriebenen Aufsichtsgesprächen und 44er Prüfungen.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

Verfügbar ab Nettopreis
25.11.2020 150,00 €

Seminarthemen und Agenda

"Fit & Proper": Steigende Anforderungen an das Fachwissen für die Geschäftsleitung

  • Aktuelle Anforderungen aus Fit & Proper-Leitlinien: jährliche Selbsteinschätzunglaufender Know How-Check zur Sicherstellung aktueller Kenntnisse • Prüfung der vom Leitungsorgan zu beherrschenden Themen
  • Voraussetzungen der Geschäftsleitung in Bezug auf theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen aus Vortätigkeiten im Bankgeschäft unter Berücksichtigung der Beschäftigungsdauer, Unternehmensgröße, Verantwortungsbereiche, Zahl der unterstellten Mitarbeiter, Art der ausgeführten Tätigkeiten, etc.
  • Zweistufiges aufsichtliches Beurteilungsverfahren mit Blick auf ausreichende theoretische und praktische Erfahrung eines Leitungsorgans: Einstufung anhand eines Schwellenwerts – welche weiteren institutsspezifischen Sacherhalte können bei nicht erreichtem Schwellenwert herangezogen werden?
  • Ergänzende Beurteilungskriterien bzgl. der Zuverlässigkeit der Geschäftsleiter: u.a. Leumund • wesentliche Interessenkonflikte • Zeitaufwand für Mandate
  • Aufsichtliche Eignungsprüfung anhand eines Fit & Proper-Fragebogens: Interviews mit risikoorientierter Ausrichtung bei Neubesetzung des Vorstandsvorsitzenden (wegen erhöhter Risikokonzentration) • Vorgehen bei Mandatsverlängerungen bzw. Rollenwechsel (Beurteilung der durch Wechsel beeinflussten Kriterien)
  • Beurteilung der fachlichen Eignung des Vorstands: Kenntnis regulatorischer Neuregelungen • Verständnis der Geschäftsstrategie und der strategischen (Eigenkapital-)Planung • Kenntnis interner Risikomanagement-Verfahren & -Prozesse • Einschätzung der Wirksamkeit des IKS • Interpretation von Finanzinformationen

(dazw. 15 min. Kaffeepause; 13:00-14:00 Uhr gemeinsames Mittagessen)

Sicherstellung umfangreicher aktueller theoretischer Kenntnisse sowie praktischer Erfahrungen von Bankvorständen im Risikomanagement

  • Festlegung einer Fit & Proper-Strategie für den Vorstand unter Beachtung der Geschäfts-/Risikostrategie, wesentlichen Geschäftsaktivitäten, Steuerungskreise und des Gesamtrisikoprofils
  • Unterstützung bei Verankerung einer Risikokultur im Institut
  • Auseinandersetzen mit strategischer Ausrichtung: Inwiefern ist die Geschäfts- konsistent mit der Risikostrategie? • Wachstumsstrategie der wesentlichen Geschäftsfelder im Spannungsfeld von Kundenzufriedenheit, Ressourceneinsatz und angespannter Eigenkapitalsituation • Bewertung der Rückkopplungsprozesse bei Abweichungen
  • Verständnis über die Neuausrichtung der Risikotragfähigkeit (RTF) und der Kapitalplanung: Kapitalbedarf vs. regulatorische Vorgaben • Umgang mit negativen PlanabweichungenSREP-Kapitalzuschläge nach Ermittlung der Risikodeckungsmasse • Vor-/Nachteile periodischer & barwertiger RTF-Konzepte
  • Anpassung der Risikoinventur und Risikoanalyse: Inwiefern erfolgt Verknüpfung der Inventur-Erkenntnisse mit Strategie-, Neu-Produkt-Prozess, Auslagerungstatbeständen? • Würdigung von Ertragskonzentrationen
  • Kritische Auseinandersetzung mit Ergebnissen aus der Risikoquantifizierung und Stresstests: u.a. Strenge der Parameter im Verhältnis zum Risikodeckungspotenzial • Bedeutung von Modell- und Methodenrisiken
  • Kenntnisse über die Liquiditätsplanung: Erweiterung der Kapital- um eine LCR-Planung • Abschätzung des Liquiditätsbedarfs im mehrjährigen Planungsprozess • (Stress-)Szenarien zur Liquiditätsentwicklung • spiegelt Refinanzierungsplan die Strategien, Risikoappetit und Geschäftsmodell angemessen wider?
  • Datenqualität im Risikoreporting: zielführende Interpretation von unterjährigen Plan-, Ertrags- und Risikodaten
  • Drohende Aufsichtssanktionen ohne angemessene Fit & Proper-Umsetzung (Organisationsverschulden!)

(dazw. 15 min. Kaffeepause; ca. 17:00 Uhr Ende des Seminars)

Doku verfügbar ab:

25.11.2020

Ihre Dozenten

Nico Bürger
Bankgeschäftlicher Prüfer
Deutsche Bundesbank


Christian Schnabel
Vorstandsvertreter, Bereichsdirektor Unternehmensentwicklung
Sparkasse Hildesheim Goslar Peine


Nick Wermuth
Bankgeschäftliche Prüfungen
Deutsche Bundesbank


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