Seminardokumentation: Kapitalplanung nach neuem ICAAP-/RTF-Leitfaden: Vorgaben & Fallstricke

Stolpersteine bei Verzahnung der RTF mit der Kapitalplanung in der neuen normativen Steuerungsperspektive: Stresstests vs. adverse Szenarien • Umgang mit Planabweichungen

Mit dem neuen aufsichtlichen ICAAP- u. RTF-Leitfaden wird die Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit (RTF) in Form des Fortführungs- oder Liquidationsansatzes perspektivisch durch eine parallel zu erfüllende, neue, normative – als Aufwertung der Kapitalplanung – und ökonomische Steuerungsperspektive abgelöst. Vor allem die Verknüpfung der Kapital- mit der RTF-Planung birgt einige Stolpersteine. So stellt u. a. das Zusammenspiel zwischen Stresstests der RTF mit adversen Szenarien der Kapitalplanung u der Umgang mit Planabweichungen aus Soll-Ist-Vergleichen vor dem Hintergrund des individuellen SREP-Zuschlags die Institute vor große Herausforderungen. Ein Bundesbank-Prüfer stellt die neuen Anforderungen, Prüffelder u. Erwartungen dar. Danach setzt sich ein Risikocontroller mit Umsetzungsproblemen auseinander u. gibt wertvolle Praxishinweise.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

Verfügbar ab Nettopreis
15.06.2020 150,00 €

Seminarthemen und Agenda

Überwachung der Einhaltung der neuen RTF- und ICAAP-Anforderungen an die Kapitalplanung

  • Beurteilung des Prozesses zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit (RTF) gem. § 25a KWG und AT 4.1 MaRisk (ICAAP) als Grundlage zur Berechnung zusätzlicher Eigenmittelanforderungen und Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung
  • Würdigung des Kapitalplanungsprozesses laut AT 4.1 Tz. 11 MaRisk: Erfassung erwarteter Veränderungen der Geschäftstätigkeit u. ä. im Planszenario • Analyse der Auswirkungen des RTF-Limitverzehrs im laufenden und im Folgejahr auf die Kapitalplanung • interner vs. regulatorischer Kapitalbedarf
  • Aufwertung der (Eigen-)Kapitalplanung in der normativen Perspektive gem. neuem ICAAP-/RTF-Leitfaden
  • Abgabe von Prognosen zur Entwicklung der Kapital-, Liquiditätskennzahlen und Refinanzierungspositionen durch Rückgriff auf die Ergebnisse der Kapitalplanung • Berücksichtigung der Ergebnisse der Kapitalplanung im Berichtswesen
  • Anerkennung regulatorischer Eigenmittel sowie weiterer Kapitalbestandteile als Risikodeckungspotenzial zur Abdeckung aufsichtlicher Kapitalanforderungen/-erwartungen – Rolle der Eigenmittelzielkennziffer?
  • Konsistenz zwischen adversen Szenarien der normativen Perspektive und Stresstests nach AT 4.3.3 MaRisk – Schwerer konjunktureller Abschwung und adverses Szenario aus der Kapitalplanung • generelle Erwartungen an adverse Szenarien
  • Erfahrungen aus ICAAP-/RTF-Prüfungen mit Blick auf die Kapitalplanung

(dazw. 15 min. Kaffeepause; 12:30–13:30 Uhr gemeinsames Mittagessen)

Vermeidung von Stolpersteinen bei der Verknüpfung der Risikotragfähigkeit mit der Kapitalplanung

  • Eckwert-, RWA- und Kapitalquoten/-puffer-Planung als wesentliche Stellschrauben der Kapitalplanung
  • Bisherige Going Concern-Ansätze vs. normative Perspektive: Ähnlichkeiten und Unterschiede in Grundannahmen, Messmethodik und Steuerungswirkung
  • Bestimmung angemessener Planungsannahmen für mehrjährige Zeiträume – Durchspielen der erwarteten Veränderung der Geschäftstätigkeit, der strategischen Ziele und des wirtschaftlichen Umfelds im Basisszenario • unterjährige Prüfung des Planergebnisses des laufenden Jahres in der Ergebnisvorschaurechnung
  • RWA-Planung: Unterjährige Aktualisierung der Ergebnis- und RWA-Entwicklung • passen die Plan-RWAs zur Eckwertplanung?
  • Planung der Einhaltung aufsichtlicher Kapitalquoten/-puffer: Gegenüberstellung der geforderten und realisierten Kapitalquoten in den Perioden • Ableitung eines möglichen Managementpuffers • Einfluss der Eigenmittelzielkennziffer
  • Entwicklung eines Planszenarios auf Basis der erwarteten Geschäftsentwicklung und angemessener adverser Szenarien zur Darstellung gravierender Bedrohungspotenziale
  • Herausforderung der Planung des künftigen institutsindividuellen SREP-Zuschlags – Ideen für Anhaltspunkte
  • Zusammenspiel zwischen Stresstests und Risikoappetit der RTF mit adversen Szenarien der Kapitalplanung
  • Inwieweit macht die aufsichtliche Anforderung zur „gegenseitigen Information“ von Kapitalplanung und RTF eine mehrjährige RTF-Planung implizit zwingend erforderlich?
  • Darstellung möglicher Fallstricke bei der Planung von wesentlichen Risiken
  • Handlungsoptionen zur Wiederherstellung der Einhaltung regulatorischer Anforderungen und Zielgrößen im Einklang mit Institutsstrategie und ggf. Sanierungsplan
  • Angemessene Dokumentation getroffener Planungsprämissen als Erfolgsrezept bzgl. Nachvollziehbarkeit
  • Umgang mit Abweichungen in der Kapital- und RTF-Planung aufgrund von Plan-Ist-Vergleichen
  • Auswirkungen der neuen Perspektive auf die Risikostrategie (Risikoappetit) und operativen Steuerungsinstrumente
  • Ableitung strategischer Impulse auf Basis von Planungsannahmen – Steigerung der hausweiten Akzeptanz

(dazw. 15 min. Kaffeepause; ca. 17:00 Uhr Ende des Seminars)

Doku verfügbar ab:

15.06.2020

Ihre Dozenten

Jan Bangert
Prüfungsleiter Referat Bankgeschäftliche Prüfungen 3
Deutsche Bundesbank


Dr. Daniel Baumgarten
Teamleiter Risikotragfähigkeit und Kapitalplanung
Sparkasse KölnBonn


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