Seminardokumentation: Konsortialkredite und Sicherheitenpools in der Bankpraxis

Rechtssichere Vertragsgestaltung - Haftungsrisiken minimieren - Handlungsoptionen in der Unternehmenskrise

Die Verteilung von Kreditrisiken auf mehrere Schultern ist sinnvoll. Dementsprechend haben Konsortial- und Sicherheitenpoolverträge vor allem im nationalen und internationalen Großkreditgeschäft eine sehr hohe Bedeutung. Ungeachtet dessen sind Formularangebote der bankeigenen Verlage unverändert nicht in Sicht, jedes Haus muss sich selbst eigene Vertragsmuster erstellen und aktuell halten. Ähnliches gilt im Treuhand- und Verbundgeschäft, in dem verbreitet uralte, quasi „überlieferte“ Musterformulierungen immer wieder ungeprüft und unangepasst verwendet werden („das haben wir doch schon immer so gemacht…“). Erfahrene Experten geben den Teilnehmern wertvolle Hilfestellung aus der Praxis einschließlich der Zurverfügungstellung erprobter Textvorschläge.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

Verfügbar ab Nettopreis
02.11.2020 150,00 €

Seminarthemen und Agenda

Arten und Einsatzmöglichkeiten des Konsortialkredites im Neu- und Bestandsgeschäft

  • echtes/unechtes Konsortium, Innen-/Außenkonsortium, etc.
  • Vor-/Nachteile, Risiken, Besonderheiten verschiedener Ausgestaltungsformen
  • geschickter Umgang mit regelungsüberladenen, internationalen Verträgen Vertragsvorbereitung, -abschluss und -umsetzung
  • Überlegungen vor Beteiligung Dritter an der Kreditvergabe: Risikoverteilung offen oder verdeckt? Rangverhältnisse? Sicherheitenpositionen?

Vertragsvorbereitung: Notwendige Unterlagen zum Vertrag, Bonitätsprüfung etc. von einer Bank oder von allen? Klare Quoten? Endverhandlung durch wen?

  • Vorsicht: Haftungsträchtige Prüfung der Auszahlungsvoraussetzungen!
  • Vertragsinhalte: Was ist notwendig, was verzichtbar oder gar überflüssig?
  • Fallen umgehen: z. B. sittenwidrige Klauseln, „Knebelungs“-Covenants u. a.
  • Die Bank als Konsortialführer: z. B. Befugnisse, Vergütung, Haftungsrisiken
  • Ertrag rechtssicher optimieren: Welche Gebühren sind wie möglich?

Sicherheitenpool, -treuhand-, -abgrenzungsvertrag & Co. außerhalb und in der Krise

  • Anwendungsbereiche und Erscheinungsformen im Alt- und Neugeschäft: z. B. Schuldscheindarlehen, Sanierungspool, anfängliche bzw. nachträgliche Poolung, Sicherheitentreuhandvereinbarung, -abgrenzungsvertrag
  • Vertragliche Mindestinhalte: Vertragspartner-/Zustimmungsmodell, Einbeziehung der Drittsicherungsgeber, Kontokorrent-, Aval-, Diskontkredite, etc.; Kostenregelungen, Erlösverteilung, Unterrichtungspflichten
  • Besonderheiten und Fallstricke: Bestimmtheitsgrundsatz, Nachbesicherungsvereinbarung? Sicherheitenfreigabe?
  • Rangvereinbarungen, Koop-Vereinbarungen, innerhalb des Verbundgeschäfts (z. B. Bausparkassen, Zentral- oder Spezialinstitute) und außerhalb
  • Anfechtungsrisiko minimieren: z. B. „Mannheimer Klausel“, Alt- und Neusicherheiten
  • Haftungsrisiken und Vergütung des Poolführers: z. B. „bankübliche Sorgfalt“? Entgeltrechtsprechung des BGH, MwSt-Pflicht der Poolführervergütung?
  • Praktiker-Tipps und Tricks im Pool: Verhandlungstaktiken und -kniffe, „Schwarzer-Peter-Spiel“, Umgang mit Blockadepolitik z. B. von Forderungskäufern
  • Vorgehen bei der Verwertung: Erlösverteilung und Saldenausgleich

Doku verfügbar ab:

02.11.2020

Ihre Dozenten

Johannes Tauber
Justiziar Rechtsbereich
DZ BANK AG


Andreas Binder
Rechtsanwalt und Syndikusrechtsanwalt Kapitalmarktrecht
DekaBank


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