Seminardokumentation: Kreditnehmereinheiten/GvK in Analyse, Meldewesen & Prüfung

Aktuelle Auslegung von EBA-Guidelines/BaFin-Rundschreiben ● "Richtige" Identifizierung wirtschaftlich/personell verflochtener Kreditnehmer ● Fallbeispiele & Praxistipps

<p>Eine zu starke Konzentration von Krediten auf einen einzigen Kunden oder eine Gruppe verbundener Kunden (GvK) kann für ein Kreditinstitut ein zusätzliches Risiko zur Folge haben. Aus diesem Grund muss im Rahmen der Kreditanalyse, Votierung und auch Prüfung erkannt werden, welche wirtschaftlichen und/oder rechtlichen Bindungen zwischen verschiedenen Einzel-Kreditnehmern bestehen. Mit den finalen EBA-Guidelines (3-stufiges Prüfsystem, Kontrollindikatoren) und dem BaFin-Rundschreiben zu den GvKs müssen weitere Änderungen und Präzisierungen zwingend berücksichtigt werden. Das sehr erfahrene Referententeam verdeutlicht &nbsp; die Wechselwirkungen/Problembereiche im „täglichen Umgang“ mit KNE/GvK/Risikoeinheiten und wie eine ziel-/ und sachgerechte Analyse, Meldung und Prüfung aussehen könnte.</p>

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

Verfügbar ab Nettopreis
28.05.2020 150,00 €

Seminarthemen und Agenda

Stand des bis zum 28.06.2020 durch die EBA erarbeitenden Technischen Standards zu den Voraussetzungen für die Existenz einer Gruppe verbundener Kunden

Finale EBA-Guidelines und Umsetzungsrichtlinien BaFin/Deutsche Bundesbank zur Gruppe verbundener Kunden (GvKs) • Änderungen und Präzisierungen

  • 3-stufiges Prüfsystem, Kontrollindikatoren, neue Wesentlichkeitsschwelle, Kriterien für Refinanzierungsabhängigkeiten
  • Neu: Verbindung von Kontrolleinheiten und wirtschaftlichen Abhängigkeiten – Ermittlung der Ansteckungsgefahr anhand von Praxisbeispielen
  • Schnittstelle AnaCredit: Anzeige der Muttergesellschaft - zusätzliche Anforderungen an die Prozessqualität 
  • Aktuelle FAQ-Liste und erweiterte Anwendungsleitfäden
  • Aktuellste Auslegungshinweise und Praxistipps

KNE/GvKs aus Sicht der Analyse-, Melde- und Prüfungspraxis

  • Wechselwirkungen und Praxisprobleme im „täglichen Umgang“ mit den voneinander abweichenden Vorgaben: u. a. Beherrschung & Kontrolle, wirtschaftliche Abhängigkeiten, öffentliche Adressen (Silo-Ansatz), Wegfall von Widerlegungsmöglichkeiten, Sonderauslegungen
  • KWG-KNE vs. CRR-GvK – Auswirkungen auf interne Prozesse bei Auseinanderfallen der KNE – Gefahr von Parallelprozessen – erhöhte Analyse und Dokumentationspflichten
  • Prozessvorgaben zur KNE/GvK-Identifizierung: Anpassung der Kreditbeschlusseinheit – kapazitätsschonende Schärfung der Prozesse
  • Feststellungen aus MaRisk-Umsetzungsprüfungen mit Fokus auf Adressenausfallrisiko und Risikokonzentrationen
  • Aktuelle Auswirkungen auf die Großkreditbestimmungen und -anzeigen
  • Konsequenzen unterschiedlicher KNE/GvK-Reichweiten für Groß-/Mio.-/Organ-Kredite und § 18 KWG-Erfüllung
  • Abläufe unter Beachtung der Prozesseffizienz, Dokumentations- und Datenerfordernisse – Schnittstelle BCBS 239 und MaRisk

Bildung von Gruppen verbundener Kunden mit wirtschaftlichen Abhängigkeiten

  • Aktuellste Beispiele - vor allem zu Ansteckungsketten
  • Indizienprüfung der Kreditanalyse – zu möglichen Ausrichtungen von „Ansteckungsgefahren“ – Ausnahmen
  • GvK – wirtschaftliche Abhängigkeiten bei natürlichen Personen und Personenhandelsgesellschaften ohne Beherrschungsverhältnis
  • Nachprüfungs- und Dokumentationspflichten bei wirtschaftlichen Abhängigkeiten
  • 4-stufiges Risikoprüfungsverfahren für Tatbestände „positive Kenntnis“ vs. „intensive Nachforschung“ – Überprüfungsintensität/Unterlagen bei Nichtkunden
  • Abhängigkeit von Kreditnehmer durch identische Hauptrefinanzierungsquelle – typische Konstellationen

Risikoorientiert, effiziente Analyse von KNE/GvK - Fallbeispiele • Analyse-(Prüf-)Checklisten

  • Sichere Identifizierung des Kreditnehmers als wirtschaftlich bzw. personell verflochtene Einheit/Gruppe (auch bei Depot A-Anlagen)
  • Konsolidierungserfordernisse für Wirtschaftszahlen innerhalb von Kundenverbünden inkl. Nichtkunden
  • Rechtsformspezifische Probleme bei Analyse komplexer Engagements (Risikogleichlauf!) 
  • Ausgewählte Problemkreise: u.a. GbR, Ehegatten, Erbengemeinschaft, Strohmann-/Treuhandverhältnisse
  • 5-Stufen KNE/GvK-Beweisführung-Schema -(Prüf-)Checklisten 

Informationsquellen für Prüfung und Plausibilisierung von KNE/GvKs

  • Zusammenspiel zwischen Markt/Marktfolge bei Einholung und Auswertung von Informationen zur KNE/GvK-Bildung
  • Anlässe für Überprüfung der gebildeten KNE/GvK (z.B. Prolongation, Sicherheiten-Neubewertung)
  • Nachbereitung bei Veränderung/Neuordnung von KNE/GvK – Überschreitung von Kreditgrenzen

Aktuelle Erkenntnisse aus der Prüfung von KNE/GvKs • Grundsachverhalte - Erkenntnisse - Würdigung

  • Effektive Prüfungsansätze/-felder: u.a. Funktionsfähigkeit der Datenanlieferung  und Schnittstellen
  • Hinweise zu fehlerhafte KNE/GvKs in der Prüfungspraxis - Handlungsempfehlungen
  • Auffällige EDV-Verschlüsselungen
  • Falsche GvK? – Mängel in der Kreditprüfung
  • Datenkonsistenz zwischen Anzeigen und Kreditprozess (Kundenanlage und Legitimation)
  • Zahlreiche Prüf-Checklisten für Markt-/Kreditbereiche, Interne Revision und Banksteuerung – Tipps für die Qualitätssicherung

Anwendungsbeispiele zur Lösungsdiskussion können von den Teilnehmern gern im Vorfeld anonymisiert gemailt werden

Doku verfügbar ab:

28.05.2020

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