Prüfung Meldewesen: Prüfungsansätze/-felder, Schwerpunkte, Erfahrungen

Bedeutung des aufsichtlichen Datenqualitätsindikators • Prüfungsansätze zum Meldewesen-IKS • Unregelmäßigkeiten bei Datenabstimmung • Qualitätsprüfung zugelieferter Daten

Infolge zunehmender Mängel bei der Datenqualität/-konsistenz/-verfügbarkeit hat die Bundesbank in 44er Prüfungen begonnen, das betriebliche Meldewesen ausführlicher zu untersuchen. Da die zu meldenden bzw. daraus abgeleiteten Informationen bei der Geschäftsmodell-Analyse und Festlegung der Risikoprofil-Noten eine wesentliche Rolle spielen, wird die Aufsicht künftig noch intensiver prüfen, inwieweit die Institute in der Lage sind, ihre Meldedaten in der geforderten Qualität bereitzustellen. Daneben werden die bankinternen Melde-Prozesse sowie der Aufbau eines internen Kontrollsystems für Meldewesen- und Berichtsdaten („Meldewesen-IKS“) einer eingehenderen Prüfung unterzogen. Ein externer Prüfer berichtet über Prüfungsansätze, häufige Feststellungen und Erwartungen. Im Anschluss gibt ein Interner Revisor wertvolle Prüfungs- und Praxistipps.

Inhaltsverzeichnis:

Seminardokumentation

19.10.2021 150,00 €
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Seminarthemen und Agenda

10:00 - 13:00 Uhr

(Sonder-)Prüfungen zum Meldewesen bei Geschäftsmodell-Prüfungen: Meldedaten als Basis zur Beurteilung der Geschäftstätigkeit und Risikolage des Instituts

  • Einordnung des Meldewesens in den SREP: wesentliche Bemessungsgrundlage bei Festlegung des SREP-Kapitalzuschlags • Ineinandergreifen quantitativer (Säule 1) und qualitativer (Säule 2) Informationen
  • Der neue Datenqualitätsindikator der Aufsicht für eine effektivere Umsetzung der Datenqualitätsprüfung
  • Übliche Vorgehensweise und Schwerpunkte bei aufsichtlichen Sonderprüfungen im Bereich Meldewesen
  • Ansätze für Prüfung des internen Kontrollsystems für Meldewesen- und Berichtsdaten („Meldewesen-IKS“) zur Überwachung der Datenqualität(-Prozesse)
  • Prüfungen im FinRep-Meldewesen (für HGB-Bilanzierer): erweiterte Meldebögen bzgl. Non-Performing-Positionen, Forbearance und SicherheitenRisikovorsorge-Backstopp auch für LSI-Institute? • Anwendung der neuen Ausfalldefinition • Kategorisierung von Validierungsregeln
  • Prüfung des Liquiditätsmeldewesens: Spielräume bei Einlagenabflüssen zur LCR-OptimierungHQLA-Beurteilung zur Vermeidung unerwünschter „Unwinding-Effekte“ • Voraussetzungen für Anwendung einer vereinfachten NSFRDokumentation der NSFR-Einhaltung im Liquiditätsrisiko-Reporting
  • Datenvorgaben im Wohnimmobilienbereich: BiSta-Änderungen und neue Meldepflicht nach FinStabDEV
  • Einhaltung erweiterter Offenlegungspflichten (Säule 3) für Eigenmittel, Verschuldungsquote, LCR, NSFR

(dazw. 15 min. Pause, danach 60 min. Mittagspause)

14:00 - 17:00 Uhr

Aktuelle Prüfungserfahrungen aus dem CoRep-, FinRep- und Groß-/Mio.-Kredit-Meldewesen

  • Konkretisierte (MaRisk-)Anforderungen an Interne Revision zur Beurteilung des Meldewesens(-Prozess)
  • Besonderheiten in der Prüfungsplanung: Abgrenzung des betrieblichen Meldewesens zu anderen Prüffeldern – inwieweit wurden Teile des Meldewesens schon in anderen Prüfungen untersucht?
  • Herausforderungen bei der Prüfungskoordination: häufige Unregelmäßigkeiten bei Datenabstimmungen in der Linie und über die Fachbereiche der Bank hinweg
  • Sicherstellung der Datenqualität, -konsistenz und -verfügbarkeit (z.B. auch extern zugelieferter Daten aus Rechenzentrum oder KAG) als wesentliche Prüfungsschwerpunkte – Möglichkeiten der Plausibilisierung
  • Besondere Prüfungshandlungen zur Beurteilung des Meldewesen-IKS: u.a. Prüfung der Verantwortlichkeiten für Monitoring der Datenqualität auf Gesamtbank- & Prozessebene • revisionsfeste Dokumentation der Melde- und Kontrollprozesse
  • Prüfungsbewertung: Beurteilung der tatsächlichen Umsetzung aufsichtsrechtlicher und gesetzlich Normen • Mehrwerte für den Revisor und betroffene Fachbereiche
  • Wertvolle Erkenntnisse aus externer Überprüfung des Meldewesens im Rahmen einer 44er KWG-Prüfung: häufige Feststellungen und Schwachstellen (u.a. Dateninkonsistenzen, Änderungen in Subsystemen) • Interdependenzen zw. Banksteuerung, Rechnungs- & Meldewesen • Einbindung von Schnittstellen-Funktionen

(dazw. 15 min. Pause; ca. 17:00 Uhr Ende des Seminars)

Konditionen und Organisatorisches

Im Teilnahmeentgelt ist die Seminardokumentation als PDF enthalten. Bei der Anmeldung gewähren wir ab dem zweiten Teilnehmer aus demselben Haus bei zeitgleicher Anmeldung einen Preisnachlass von 20%.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Der Zugang für das Online-Seminar erfolgt über "meinFCH", Sie erhalten rechtzeitig vor dem Seminar eine E-Mail. Ihre Teilnahmebestätigung finden Sie unter MeinFCH. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung. Eine Stornierung Ihrer Anmeldung ist nicht möglich. Eine kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin dagegen schon. Der Name des Ersatzteilnehmers muss dem Veranstalter jedoch spätestens vor Seminarbeginn mitgeteilt werden. Wir weisen darauf hin, dass eine „Teilnahme“ von anderen als den gebuchten Teilnehmern ansonsten nicht gestattet ist und Schadensersatzansprüche des Veranstalters auslösen. Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Tagungsort

ONLINE-Veranstaltung mit ZOOM
die Zugangsdaten erhalten Sie per E-Mail in Nutzung über Plattform Zoom
Telefon: +49 6221-998980
Fax: +49 6221-9989899

Ihre Dozenten

Daniela Klotzbach
Lead Specialist Financial Services
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


Thomas Maurer
Leiter Interne Revision
Münchner Bank eG


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