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Nachhaltigkeit im Mittelstand

Donnerstag, 2. Januar 2020

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit müssen sich nicht ausschließen.

Björn Wehling, Geschäftsführer, Finanz Colloquium Heidelberg GmbH

Der Mittelstand hat das Thema Nachhaltigkeit ja bereits seit längerem für sich entdeckt. Mit dem zunehmenden Wandel in der Gesellschaft hin zur vermehrten Nachfrage von ökologisch, klimatisch und ethisch nachhaltigen Produkten ist das Thema Nachhaltigkeit eng mit der Reputation und positiven Wahrnehmung von produzierenden Unternehmen und Dienstleistern verknüpft. Allerdings wird in vielen Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit noch nicht nachhaltig in der Unternehmensstrategie und Geschäftsorganisation berücksichtigt, was teilweise zu (vermeidbaren) Einbußen in der Wirtschaftlichkeit führt.

BUCHTIPP

Zeranski (Hrsg.), Fit & Proper-Praxisleitfaden, 2019.



Nachhaltige Unternehmensstrategie

Brauchen Mittelständler in Deutschland eine Nachhaltigkeitsstrategie? Viele Mittelständler in Deutschland haben keine eigene Nachhaltigkeitsstrategie. Dabei ist die Nachhaltigkeitsstrategie der erste Schritt zum nachhaltigen und wirtschaftlichen Unternehmen. Denn wer nachhaltig wirtschaftet, wirtschaftet in der Regel auch wirtschaftlich. Aus der Geschäftsstrategie kann die Nachhaltigkeitsstrategie direkt abgeleitet werden und somit jeder Aspekt der Geschäftsstrategie auf Nachhaltigkeit hin geprüft und gesteuert werden. Somit wird sichergestellt, dass das Thema Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Unternehmens berücksichtigt wird, was zu einer besseren und koordinierten Nachhaltigkeit des Gesamtunternehmens führt. Die Unternehmensführung kann so das Thema Nachhaltigkeit besser steuern und zentral koordinieren, d. h. alle Nachhaltigkeitsmaßnahmen kommen aus einer Hand, was wiederum zu effizienteren und wirtschaftlicheren Prozessen und Abläufen führt.






Nachhaltige Unternehmensführung

Es reicht nicht aus, das Thema Nachhaltigkeit in einer Arbeitsanweisung vorzugeben, da das Thema eng mit der Kultur im Unternehmen zusammenhängt – insbesondere mit der Führungskultur. Daher sind die Führungskräfte – insbesondere die Geschäftsführer und Vorstände – in der Pflicht, das Thema Nachhaltigkeit zu transportieren und bei ihrem täglichen Handeln vorzuleben. Die Unternehmensführung muss so handeln, dass tatsächliche oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation des Unternehmens vermieden werden. Dann werden auch die Mitarbeiter die gewünschten Nachhaltigkeitsaspekte in ihr Handeln mit einbeziehen.

Cover130BERATUNGSTIPP

Fit & Proper Individual.



Wirtschaftlichkeit als Ergebnis nachhaltigen Handelns

Durch eine transparente Nachhaltigkeitsstrategie und eine gelebte nachhaltige Unternehmensführung kommt es zu einer Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in den Prozessen und Abläufen. Die Mitarbeiter kennen die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens und können ihr Handeln dementsprechend daran ausrichten. Unterstützende Maßnahmen und Kampagnen mit Außenwirkung können gezielt koordiniert und abgestimmt werden. Hierdurch wird das Unternehmen bei den Verbrauchern, Kunden und Geschäftspartnern als nachhaltiges Unternehmen wahrgenommen, bei dem man „mit gutem Gewissen“ kaufen kann bzw. mit dem man gerne zusammenarbeitet. Diese Wahrnehmung sichert nachhaltig das Bestehen am Markt und stärkt die eigene Marktposition und das Vertrauen in das Unternehmen.

PRAXISTIPPS

  • Definieren Sie den Begriff „Nachhaltigkeit“ für Ihr Unternehmen, erstellen Sie eine Nachhaltigkeitsstrategie, die konsistent zur Geschäfts- und Risikostrategie ist.
  • Identifizieren Sie die Faktoren, die die Nachhaltigkeit Ihrer Prozesse und Ihres Handelns beeinflussen und überlegen Sie, wie diese Faktoren im Sinne der Nachhaltigkeit positiv beeinflusst werden können.
  • Machen Sie das nachhaltige Handeln Ihres Unternehmens nach außen sichtbar – z. B. durch die Veröffentlichung der Nachhaltigkeitsaspekte auf Ihrer Homepage oder durch eine Zertifizierung.
  • Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter mit, indem Sie den Nachhaltigkeitsgedanken vorleben.


Beitragsnummer: 3914

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