Umsetzung und (Über-)Prüfung einer angemessenen Risikokultur

Verankerung des Risikoappetits in konkreten Vorgaben und (Risiko-)Prozessen • einheitliche Risikodefinitionen • Risikoverständnis der Mitarbeiter • Risikokommunikation

Die MaRisk verlangen erstmalig die Entwicklung und Etablierung einer durchgängigen, transparenten und konsistenten Risikokultur. Allerdings ist das Thema schwer zu greifen und nicht leicht umzusetzen. Einzelne Elemente müssen zwingend strukturiert, dokumentiert (u. a. neuer Verhaltenskodex!) und vor allem konsequenter in den betreffenden Entscheidungsprozessen verankert sowie regelmäßig überprüft und angepasst werden. Ebenso sind passende Anreizsysteme sowie Konsequenzen bei Schlechtverhalten erforderlich. Problem in den Instituten ist, dass der Risiko(kultur)begriff schwer zu greifen, unterschiedlich verstanden und daher auch nicht einheitlich gelebt wird. Somit ist die Operationalisierung des Risikoappetits nur schwer darstellbar. Das Seminar leistet wertvolle Hilfestellungen in diesem schwierigen aber prüfungsrelevanten Themenkreis.

Inhaltsverzeichnis:

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16.03.2020 Frankfurt/M. 790,00 €
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Seminarthemen und Agenda

Erwartungen der Aufsicht an die Umsetzung und regelmäßige Beurteilung der Vorgaben zur Risikokultur

  • Neue aufsichtliche Vorgaben (u. a. EBA-GL Fit & Proper; EZB (Prüfungs-)Leitfaden zur Beurteilung von Mitgliedern der Leitungsorgane): Verantwortung der Geschäftsleitung zur Entwicklung, Förderung und Integration einer angemessenen Risikokultur innerhalb der Institute und Institutsgruppen
  • Stärkung der Unternehmens- und Risikokultur durch Schaffung eines Wertesystems, das das Risikomanagement und Risikobewusstsein fest in die Unternehmenskultur verankert
  • Entwicklung eines Verhaltenskodex für die Mitarbeiter in Abhängigkeit der Größe des Instituts sowie Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt des Geschäfts
  • Indikatoren für die Beurteilung einer angemessenen Risikokultur
  • Prüfung und Beurteilung der Risikokultur im Rahmen der (LSI-)SREP-Prüfungen 
  • Nationale Umsetzung in den Instituten (z. B. durch MaRisk)

Operationalisierung der Risikokultur und Einrichtung von Risikokulturprozessen

  • Operationalisierte Risikokultur als künftig überprüfbarer Maßstab für Geschäftsleitung und Mitarbeiter – Wie sollen Verantwortliche im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen?
  • Riskokultur als wesentliches Element des Risikomanagements – Umsetzung des Risikoappetits der Geschäftsleitung in mess- und steuerbare Prozesse und Kennzahlen
  • Beurteilung aller internen Vorgaben, (Risiko-)Bewertungen, Entscheidungswege und Verhaltensweisen einer Bank in Bezug auf Risikobereitschaft und sachgerechte Grundlagen von Risikoentscheidungen
  • Wie kann die Identifizierung und der bewusste Umgang mit Risiken gefördert werden und sichergestellt werden, dass Entscheidungsprozesse zu Ergebnissen führen, die auch unter Risikogesichtspunkten ausgewogen sind?
  • Neu zu verankernde Risikokultur-Parameter, Verantwortlichkeiten der Mitarbeiter, offene Kommunikation und kritischer Dialog sowie angemessene Anreizstrukturen

Konkrete Herangehensweise an die (Über)Prüfung und  Beurteilung der Risikokultur

  • Maßstäbe für eine Prüfung und Beurteilung der Zuverlässigkeit und Wirksamkeit der Risikokultur u. a. für Revision, Abschlussprüfer und Aufsicht
  • Risikokultur als „schwer greifbares“ Thema – Risikokultur muss gelebt werden (tone from the top) – Grenzen von Regularien und internen Anweisungen – Bedeutung der Kommunikation (top-down und bottom-up) von Risiken und einheitliches Risikoverständnis im Institut (alle! Mitarbeiter inkl. Vorstände und Aufsichts-/Verwaltungsräte)
  • Neuer Verhaltenskodex als dokumentierter Verhaltensmaßstab; Möglichkeiten und Grenzen der schriftlichen Fixierung einer Risikokultur; Durch welche Maßnahmen wird eine Förderung der Risikokultur über die sfO hinaus für Dritte erkennbar?
  • Einrichtung und Förderung eines transparenten und offenen Dialogs innerhalb des Instituts zu risikorelevanten Fragen

Konditionen und Organisatorisches

Im Teilnahmeentgelt enthalten: Seminardokumentation, Erfrischungen, Mittagessen und ein Fachbuch, sofern dies unter dem Seminartitel links erwähnt ist. Das Fachbuch wird nur vor Ort ausgehändigt und kann bei Ausverkauf durch einen gleichwertigen Titel ersetzt werden. Bei der Teilnahme an mehreren Seminaren dieser Seminarreihe durch einen oder mehrere Mitarbeiter aus demselben Unternehmen erhalten Sie für jedes weitere Seminar € 50,- Rabatt.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung Ihre Anmeldebestätigung/Rechnung. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung. Bei Stornierung Ihrer Anmeldung bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin erheben wir ein Bearbeitungsentgelt von 150,- €*. Bei Stornos nach diesem Zeitpunkt wird das gesamte Seminarentgelt fällig. Zur Fristwahrung müssen Stornos schriftlich bei uns eingehen. Kostenfreie Vertretung durch Ersatzteilnehmer beim gebuchten Termin ist möglich. Umbuchungen auf ein anderes Seminar sind bis zu vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin kostenfrei, danach fällt ein Bearbeitungsentgelt von 150 Euro* an. Bei Absage durch den Veranstalter wird das volle Seminarentgelt erstattet. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche, wenn die Absage mindestens zwei Wochen vor dem Seminartermin erfolgt. Änderungen des Programms aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

Durch die Teilnahme am Seminar erhalten Sie 7 CPE-Punkte als Weiterbildungsnachweis für Ihre Zertifizierung.

* zzgl. 19 % MwSt. ** inkl. 7 % MwSt.

Tagungsort

relexa Hotel Frankfurt/Main
Lurgiallee 2 in 60439 Frankfurt/M.
Telefon: 069 957 78-0
Fax: 069 957 78 878
http://www.relexa-hotel-frankfurt.de/

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Ihre Dozenten

Bernd Rummel
Principal Policy Expert Prudential Regulation and Supervisory Policy
EBA - European Banking Authority


Ulrich Leuker
Bereichsdirektor 950 Controlling
Sparkasse Neuss


Dr. Michael Schiwietz
Direktor Interne Revision
Bayerische Landesbank


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