FACHZEITSCHRIFTEN


ForderungsPraktiker

ForderungsPraktiker ist die seit November 2009 zweimonatlich erscheinende Schwesterzeitschrift des BankPraktiker. Gerichtet an Fach- und Führungskräfte der Sanierungs-, Verwertungs-, Abwicklungs- und Inkassoabteilungen der Kreditinstitute informiert er praxisnah über alle Phasen des erhöhten Kreditrisikos von Restrukturierung, Sicherheitenbe- und -verwertung bis hin zur Beitreibung von Forderungen. Neben den von Praktikern mit wertvollen Tipps versehenen Artikeln, finden Sie zahlreiche Meldungen über aktuelle Themen aus Wirtschaft, Kreditgewerbe und Rechtsprechung sowie interessante Besprechungen der für die Zielgruppe beachtenswerten Fachpublikationen.


UNSERE BEITRÄGE AUS DEM INHALTSVERZEICHNIS

Erhöhung der Gläubigerquote im Insolvenzverfahren

Nicht selten werden durch die Vergütungen der Verwalter die Ausschüttungsquoten der Gläubiger deutlich reduziert. Dies ist aber nicht in jedem Fall gerechtfertigt. Daher lohnt es sich in wenigen Schritten die Angemessenheit der Vergütung zu überprüfen.

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Krisenphasen und Gestaltungsmöglichkeiten

Unabhängig von der Frage, ob das Kreditengagement weitergeführt oder abgewickelt werden soll, sind bereits im frühen Stadium einer Krise die rechtlichen Möglichkeiten und Voraussetzungen der verschiedenen Gestaltungsmaßnahmen zu klären. Mit den Krisenphasen und den Gestaltungsmöglichkeiten beschäftigt sich dieser Beitrag.

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Der Markt für Non Performing Loans (NPL) im regulatorischen Umbruch

Welche Auswirkungen haben der europäische Regelungsrahmen und die Entwicklung eines funktionierenden Sekundärmarktes für den NPL-Markt? Einheitliche EU-Standards geben den Rahmen für alle Marktteilnehmer vor, die somit ihren Beitrag zu einer verringerten NPL-Quote in den Bilanzen der Banken leisten können. Der Beitrag beschreibt, was das für die Finanzindustrie, NPL-Investoren und NPL-Servicing-Gesellschaften bedeutet.

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Veränderte Anforderungen an zukünftige FirmenkundenbetreuerInnen

Die Geschäftsmodelle mittelständischer Betriebe müssen sich insbesondere auch im Digitalisierungskontext weiterentwickeln – die Anforderungen an FirmenkundenbetreuerInnen verändern sich entsprechend rapide mit, insbesondere die fachübergreifende Handlungskompetenz gewinnt weiter an Bedeutung. Ein Überblick über die zukünftige Rolle des Firmenkundenbetreuers.

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Betrugsprävention kennt keine Grenzen

Über das Asset-Register PS DataCollect gleichen Kreditgeber die Objektdaten von Mobilien ab und schützen sich so vor Mehrfachfinanzierung. Nach den Vorreitern in Deutschland und Frankreich schlossen sich Banken und Leasinggesellschaften in weiteren Ländern zusammen. Sie gehen auf europäischer Ebene gegen Betrug vor.

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EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser,

das EU-Parlament hat die Richtlinie zum „Präventiven Restrukturierungsrahmen“ beschlossen. Die einen feiern diese als durchschlagenden Erfolg für die Sanierung von Unternehmen. Andere, vornehmlich Gläubiger, sehen diese kritischer, da im Wesentlichen ihre Rechte betroffen sind. Viele Vorgänge in der Sanierung von Unternehmen sollen künftig durch eine Justiz- oder Verwaltungsbehörde entschieden werden. Funktioniert die außergerichtliche Sanierung in Deutschland so schlecht, dass Gerichte jetzt auch noch privatrechtlich organisierte Sanierungen entscheiden müssen? Ist die Erfolgsquote – rd. zwei Drittel der Krisenfirmen können wieder dem Markt zugeführt werden – so negativ oder erhebt diese Daten (bewusst) keiner? Existieren keine Alternativen der Sanierung in der Insolvenz mit der Eigenverwaltung, dem Insolvenzplan oder der übertragenden Sanierung? Und vor allem, können Behörden und gegebenenfalls gerichtlich eingesetzte Akteure wirklich besser sanieren oder darüber entscheiden? Benötigt werden in der Sanierung und Restrukturierung nicht Verwalter, sondern Gestalter!

Außergerichtliche Sanierungen funktionieren nach dem Einigungsprinzip über Verhandlungen und berücksichtigen die Rechte der Gläubiger wie auch das Rangprinzip. Dies soll jetzt durch den präventiven Restrukturierungsrahmen untergraben werden. Des Weiteren bestehen in Deutschland für Kreditinstitute detaillierte Vorgaben in den MaRisk. Diese schreiben einen Sanierungsverlauf mit bestimmten Bestandteilen, wie der Überprüfung der Sanierungsfähigkeit, vor. Banken und Sparkassen nehmen sich diesem aufwendigen und kostenintensiven Prozess im Sinne ihrer Firmenkunden an und begleiten die Sanierung oft als treibende Kraft. Des Weiteren hat der IDW mit dem Standard S 6 detaillierte Inhalte für ein Sanierungskonzept geschaffen. Begleitet wird dies durch eine kluge BGH-Rechtsprechung. Daher braucht es keinen gesetzlich vorgeschriebenen Restrukturierungsplan. Ist der Inhaber denn so schützenswert als erfolgloser Unternehmenslenker oder sind es nicht eher die Gläubiger, die eben nicht die Geschäfte führen, aber ihr gutes Geld dafür hergeben? Es scheint, dass dieser „Präventive Restrukturierungsrahmen“ in Teilen nicht richtig betriebswirtschaftlich durchdacht wurde. Auch wurden anscheinend vorab keine Datenerhebungen zum Erfolg der außergerichtlichen Sanierung durchgeführt, sonst hätte man sich wohl viel Arbeit sparen können. Oder ist dieses Instrumentarium als verkappte ABM-Maßnahme für derzeit in Deutschland unterbeschäftigte Insolvenzverwalter gedacht?

Diese Richtlinie braucht so richtig keiner und auch kein förmliches und gerichtliches Sanierungsverfahren. Als die ersten Beiträge zu einem vorinsolvenzlichen Verfahren in 2010 erschienen, konnte man nur darüber lächeln. Jetzt vergeht einem das Lachen, gerade als betroffener Gläubiger! In Deutschland existiert ein klarer Rahmen und es bestehen logische Entscheidungskriterien, wie und ob eine vorinsolvenzliche Sanierung begleitet wird. Wenn jetzt alle Banken in der Zukunft ihre Sanierungsabteilungen schließen und keine erhöht risikobehafteten Kredite in der Sanierung mehr vergeben oder sonstige Zugeständnisse gewähren, hat der „Präventive Restrukturierungsrahmen“ wirklich einen durchschlagenden Erfolg gehabt. Bei der Umsetzung in nationales Recht sind auf jeden Fall die Überschneidungen zu den bestehenden Regelungen der InsO und der MaRisk zu beachten und es bedarf weiser Entscheidungen.

Beste Grüße von Prof. Dr. Wolfgang Portisch, Hochschule Emden-Leer


Alle Beiträge

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Offene Kommunikation von Kreditentscheidungen

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Unser Herausgebergremium besteht aus folgenden Mitgliedern

  • Klaus Bales
    Rechtsanwalt, Geschäftsführer ImmoAdvisors GmbH, ALTOR Group, Heidelberg
  • Gregor Breitenbach
    Gruppenleiter Risikomanagement im Bereich Kredit, DZ BANK AG, Frankfurt
  • Dr. Friedrich Cranshaw
    Rechtsanwalt, vorm. Banksyndikus und Leiter Recht Mannheim
  • Frank Dehnke
    Vorsitzender des Vorstandes, Sparkasse Oberhessen
  • Peter Friedmann
    Niederlassungsleiter Baden-Württemberg, Hämmerle GmbH & Co.KG
  • Dr. Karsten Geiersbach
    Bereichsleiter Interne Revision, Kasseler Sparkasse
  • Horst Harms-Lorscheidt
    Piepenburg Gerling Rechtsanwälte
  • Dr. Patrick Hedfeld
    Senior Project Manager, IT, Deutsche Leasing Gruppe & FOM Hochschuldozent
  • Prof. Dr. Martin Hörmann
    Rechtsanwalt, Insolvenzverwalter, Anchor Rechtsanwälte, Ulm
  • Frank J. Horvath
    Geschäftsführer Creditorum GmbH
  • Michael Jander
    Zentralbereichsleiter Immobilienbewertung und Kreditmanagement, Kreissparkasse Böblingen
  • Dominik Leichinger
    Deutsche Bundesbank
  • Christian Merz †
    Rechtsanwalt, CLOUTH & PARTNER RECHTSANWÄLTE
  • Prof. Dr. Wolfgang Portisch
    Fachbereich Wirtschaft, Hochschule Emden-Leer
  • Eva Ringelspacher
    Restrukturierungspartner jwt GmbH & Co.KG
  • Torsten Steinwachs
    Geschäftsführer, BMS Bondmanagement Support GmbH & Co KG, Frankfurt/M.
  • Wolfgang Wegener
    Abteilungsdirektor Rechtsabteilung, Stadtsparkasse Mönchengladbach
  • Michael Ziegler
    Sparkasse Pforzheim Calw

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